Lexus CT200h Exterieur Dynamisch Front Seite
Prinzipiell bietet der CT 200h eine dynamische Optik.
 

Testbericht: Lexus CT 200h

Ein gutes Gewissen gibt es im CT 200h serien­mäßig. Schön.

26.04.2011 Online Redaktion

Leiden ist stets Teil eines reinen Gewissens. Die Mühsal gehört zu dieser Spielart der Mobilität. Lexus kann zwar als Hybridmarke verstanden werden, sorgte aber nie für Erleichterung. RX 450h, GS 450h oder LS 600h haben zwar ­Hybridantrieb, sportliches SUV und potent motorisierte Luxuslimousine sind aber niemals Ökomobile. Der CT 200h soll Abstand zu dieser Wirklichkeit schaffen. Soll das Gewissen durch den Prius-Motor erleichtern, gleichzeitig die Mühsal durch Luxus vertreiben und als günstigstes Lexus-Modell die Stückzahlen nach vorne peitschen.

Nur, für Lexus geht die Arbeit jetzt erst los. Die betreten mit dem CT 200h Neuland und müssen gegen Konkurrenten wie den 1er BMW und den Audi A3 bestehen. Geht es nach Lexus, reicht dafür das Alleinstellungsmerkmal Hybridantrieb. Ein 4-Zylinder-Benziner bietet, gekoppelt mit einem Elektromotor, eine ­Systemleistung von 136 PS. Dazu gibt es eine CVT-Automatik wie im Auris und Prius.

Zwei Autos, die nie darauf ausgelegt waren, die deutsche Premiumkonkurrenz das Fürchten zu lehren. Was sie jetzt mit neuem Logo vorne drauf trotzdem tun sollen. Und da liegt das Problem. Die Basisversion des nur 10 Zentimeter kürzeren Auris-Hybrid ist 7.000 Euro günstiger als der CT 200h-Einstieg.

Um die Arbeiterklasse hinter sich zu lassen, stopften die Ingenieure einiges an Premium-Feeling in den Lexus. Die Haptik liegt eine Klasse oberhalb der Toyota-Modelle.

Das Interieur ist aus einem Guss. Der Schalthebel kommt filigraner und exklusiver daher, und die Bedienung der hochklassigen Soundanlage und des Navi­ga­tionssystems funk­tioniert ­intuitiv über eine Art Computermaus. Das Vorurteil, man müsse die Selbstgeißelung durch ein Hybridmodell auch optisch nach außen tragen, ­beendet der fesche CT. Dynamische Front, elegante Dach­linie. Erst beim Heck hörte man mit der Designarbeit auf und entschied sich für die Auris-Hamsterbäckchen.

Beim Fahren bleibt die ­große Überraschung aus. Der 200h lässt sich wie ein sportlich angehauchter Kompakter fahren, oder mit einem Verbrauch von unter sechs Litern. Das ist zwar meilenweit von der nicht nachvollziehbaren Werksangabe (3,8 Liter) weg, aber selbst im Dieselumfeld konkurrenzfähig.

Die CVT-Automatik schluckt immer noch Leistung, ist aber wenigstens besser weggedämmt als bei ­Toyota. So klappt es dann auch ohne Selbstkasteiung mit dem guten Gewissen.

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