range rover evoque 2013 sd4 automatik vorne seite front
Weltweit erste Neungang-Automatik, quer eingebaut im kompakten Evoque.
 

Testbericht: Land Rover Range Rover Evoque 2,2 SD4 Automatik

Mehr Gänge bringen mehr Schaltkomfort und weniger Verbrauch, sind aber bei quer eingebauten Motor schwierig unterzubringen.

19.12.2013 Autorevue Magazin

Manchmal taucht schon die Frage auf, wie es Jaguar-Land Rover schafft, den viel größeren Premiummarken in Technologie und Qualität mindestens ebenbürtig zu sein. Dabei ist alles ganz einfach. Man wendet ein altes Erfolgsrezept der Evolution an: Die Kooperation. So zum Beispiel mit dem Getriebehersteller ZF. Für den Range Rover Evoque brauchte man nämlich ein neues Automatikgetriebe, die alte Sechsgangautomatik bot zwar ausreichend Schaltkomfort und Dynamik, war aber bezüglich Effizienz schon ausgereizt. Also trat man an die als Getriebespezialist weltbekannte „Zahnradfabrik Friedrichshafen“ heran, um gemeinsam eine wesentlich effizientere Getriebeautomatik zu entwickeln. Und man entschied sich für ein System mit Drehmomentwandler.

Der springende Punkt:

Neun Gänge sind bei begrenztem Bauraum durch den quer eingebauten Motor nicht gar so leicht unterzubringen. In der Effizienz ist eine Wandlerautomatik einem Doppelkupplungsgetriebe (hauptsächlich VW, Audi, Porsche) nicht unterlegen. Jedenfalls wird der Drehmomentwandler in den meisten Phasen der Fahrt und schon bei niedrigen Drehzahlen überbrückt. Besonders kleine Gangsprünge und eine große Spreizung von der kürzesten zur längsten Übersetzung bringen Komfort und Sparsamkeit gleichzeitig.range rover evoque 2013 sd4 automatik seite

Effizienz und Komfort

Einen wichtigen Beitrag zum guten Fahrgefühl leisten auch noch ausgeklügelte Schaltalgorithmen, die durch umfangreiche Sensorik ermöglicht werden. Das System ist im Gegensatz zur alten Sechsgangautomatik auch in der Lage, beim Zurückschalten mehrere Gänge zu überspringen. Die Schaltpunkt passen sich automatisch der Fahrweise an. So fließen Kurvenradius, Längsbeschleunigung und Gaspedalposition in die Rechnung ein, genauso, wenn etwa der Fuß plötzlich vom Gas genommen wird. Das Getriebe wird übrigens im ZF-Werk Gray Court, South Carolina in USA gebaut.

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Immer der richtige Gang

So viel zur faszinierenden aber doch grauen Theorie. Neun Gänge fallen letztlich auch im Fahrgefühl positiv auf, nämlich irgendwie überhaupt nicht mehr. Es ist salopp gesagt, einfach immer der richtige Gang drinnen. Die Erwartungshaltung ist erfüllt: Es gibt schon eine Reihe sehr guter Automatikgetriebe, die besten bisher nur in Kombination mit längs eingebauten Motoren (z.B. Siebengang-Mercedes, 8-Gang bei Audi und BMW).

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Starker Auftritt

Der große Rest im Range Rover Evoque ist im Wesentlichen wie gehabt: starker Auftritt in mehrfachem Sinn und souveränes Dahingleiten mit Geländetauglichkeit im Hinterkopf. Die Preisliste für den getesteten 2,2 SD4 Automatik mit 190 PS beginnt bei 43.900 Euro.

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