Land Rover Range Rover Offroad SUV Leichtbau
So viel Range Rover gab’s noch nie in einem Stück – und das bei annähernd einer halben Tonne weniger Gewicht.
 

Vorstellung: Land Rover Range Rover

So viel Range Rover gab’s noch nie. Und das bei einer halben Tonne weniger Gewicht.

05.12.2012 Autorevue Magazin

Um bis zu 420 kg ist der neue Range Rover nun leichter als sein Vorgänger, sagt das sensationelle Rechenmodell. Und damit niemand glaubt, die ­Abspeckkur wäre ihm an die Substanz gegangen, gleich noch eine Zahl: Das Eigen­gewicht des Einstiegsmodells beträgt immer noch 2160 kg. Wir können die Kirche also im Dorf lassen und die Neuigkeiten entspannt genießen. ­Tatsächlich ist die Karosseriestruktur des Range Rover durch die Vollaluminiumbauweise deutlich leichter als in Stahl, und auch durch den neuen V6-Diesel (gleich stark wie der alte V8) hat man einiges an Gewicht einsparen können, ohne ihn substanziell zum Leichtgewicht zu stempeln, schließlich war das Wesen des Range Rover immer schon eher die Üppigkeit als die Askese.

Es haben also einerseits geforderte Schritte in Richtung Ressourcenschonung stattgefunden, so verspricht man, 50 Prozent Recycling-Alumi­nium zu verwenden, während gleichzeitig auch erfolgreich am „besten“ Range Rover aller Zeiten gearbeitet wurde. So wollen wir verkünden, dass die Einsteigerversion (V6-Diesel mit 258 PS) die 200-Gramm Marke bei CO2 geknackt hat (196 g/km), und in diesem Atemzug gleich auf die Hybridvariante mit 169 g CO2/km hinweisen, die im Lauf des kommenden Jahres folgen wird. Die ­jetzige 8-Gang-Automatik von ZF deutet bereits darauf hin, dass es sich um ein ähnliches System wie bei BMW und Audi handeln wird.

Land Rover Range Rover Offroad SUV Leichtbau

Auch wenn viele Komponenten von Zulieferunternehmen stammen, ist es doch erstaunlich, wie es der vergleichsweise kleine britische Hersteller schafft, trotz der Vielfalt an entwicklungsintensiven High-Tech-Komponenten den etablierten großen Premiummarken auf Augenhöhe entgegenzutreten. Jedenfalls wurde der neue Range Rover in den Land-Rover-Entwicklungszentren in Groß­britannien entworfen und entwickelt, und er wird im Land-Rover-Werk Solihull gebaut, also nicht gemeinsam mit dem brüderlichen Jaguar XJ, einem der Pioniere der Vollalu-Bauweise, von dessen Wissensstand man sich allerdings einiges abknapsen konnte.

Trotz des geforderten Leichtbaus lautete die Zielsetzung eindeutig „mehr von allem“, was nichts anderes bedeutet, als auch den Kompromiss kompromisslos zu betreiben. So wurden die Geländeeigenschaften noch einmal verbessert und gleichzeitig die Alltags- und Autobahneigenschaften verfeinert. Eine Kennzahl zur Verdeutlichung: Die Wattiefe wurde von 700 auf 900 Millimeter erhöht, der Range Rover kann nun also tatsächlich bis Unterkante Oberlippe (Motorhaube) schadlos eintauchen. Sinngemäß: Niemals sollte ein Range Rover gegen einen „echten“ ­Geländewagen absaufen. Die multifunktionale elek­tronisch gesteuerte Luftfederung soll den schweren Wagen gleich­zeitig noch agiler in allen ­Lebenslagen wirken lassen. Und die erstmals in einem Auto dieser Gewichtsklasse eingesetzte elektrische Servolenkung ermöglicht in Verbindung mit entsprechender Sensorik auch automatisches Einparken.

Land Rover Range Rover Offroad SUV Leichtbau

Wir sehen also, die Basis passt. Da lässt sich noch einiges an Premium-Komfort-Merkmalen drüberlegen, weit über die atmosphärische Wirkung von Ledersitzen hinaus, etwa die sanft schließenden Türen, die elektrische Heckklappe oder die ausfahrbare Anhängerkupplung. Und was ihn von fast allen anderen SUVs unterscheidet: Er ist voll chauffeurtauglich. Die Sitzprobe hinten bestätigte eine entspannte Position ohne allzu angewinkelte Knie, und es sind auch hinten Einzelsitze erhältlich. 

Leichtbau beim neuen Range Rover:

Zu allererst galt es, dem Über­gewicht des alten Range Rover entgegenzutreten, ohne der Kundschaft auch nur irgendwas Lieb­gewonnenes wegzunehmen, was man im Wesentlichen nicht durch das Weglassen von Türen und ­Kotflügeln, sondern durch die Umstellung auf eine selbsttragende Alu-Karosserie schaffte. Bis zu 420 kg konnte man abspecken, und immer noch schafft es kein Modell unter die 2-Tonnen-Marke. Das lässt sich leicht erklären, denn der Range Rover erkauft sich den weiten Spagat zwischen kompromissloser Geländegängigkeit und Autobahntauglichkeit nach wie vor mit mächtiger Antriebs- und Fahrwerktechnik und bietet Komfort- und Sicherheitsfeatures von der Sorte „endlich wunschlos glücklich“. Und: Im Lauf des kommenden Jahres wird auch eine Hybridvariante folgen.

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