Range Rover 4,4 TDV8 Exterieur dynamisch front
Fährt, wo der Mensch schon klettern muss.
 

Vorstellung: Land Rover Range Rover

Zum Vierziger bekam der Range Rover ein paar Unverzichtbarkeiten.

02.09.2010 Autorevue Magazin

In keinem Auto der Welt hat man so sehr das Gefühl, auf dermaßen unendlich viel hochkomplex dirigiertem Daten­volumen zu sitzen, wie im ­Range Rover. Das liegt vor allem an der Geländekompetenz, die beeindruckend und kaum übertreffbar ist und größtenteils in irgendwelchen Gigabytereaktoren entsteht, wenn da einmal eine Panne ist, muss Bill Gates kommen.

Korrekt heißt das hier Terrain Response und wurde zum aktuellen Jahrgang, der einer des Jubiläums ist (1970 war der erste Range Rover), noch einmal erweitert: Es gibt jetzt, ­zusätzlich zur Möglichkeit, per Knopfdruck jede denkbare ­Geländeform anzuwählen, auch noch eine Gefälle-Beschleunigungssteuerung und einen Berganfahrassistenten.

Das große Geschenk zum Geburtstag ist aber der ver­größerte V8-Diesel, jetzt im Verbund mit der ZF-Achtgang-Automatik. Sehr formidabel, das Ganze. Hubraum ist jetzt 4,4 anstatt 3,6 Liter, maximale Leistung 313 PS, Verbrauch trotzdem gesunken, Range ­Rover nennt 9,4 Liter (da muss es aber viel bergab gehen).

Viel kulinarischer ist das Thema der Performance. Und die ist nun so, dass es, abgesehen von nationalen Festgefahrenheiten (USA) eigentlich kaum einen Grund mehr gibt, zum Fünfliter-Benziner zu greifen. Der Kompressor klingt besser, okay, der Diesel nämlich zeigt bei argem Hoch­drehen einen Hang zur Fistel­stimme. Ist aber nichts, womit seine Oligordschaft nicht leben könnte. Und wer dreht schon arg hoch. Kraft ist stets im Übermaß vorhanden. Sanft schwebt man dahin, eingebettet ins Spiel gewaltiger Kräfte, man merkt aber nichts davon (außer enormem Schub).

Innen gibt es jetzt zum Beispiel einzeln verstellbare Rücksitze, vor allem aber insgesamt diese ganz bestimmte Art von Luxusjacht-Wohnlichkeit, die der geneigte Leser vielleicht vom Studium der Geldsackzeitung „Robb Report“ her kennt.

Keine Angst vor schwerem Gelände, trotz schafwollteppichhafter Eleganz. Man wird kaum aussteigen müssen, ­Wasser, Steigung, Gatsch, ­Wüste wird mit der Gelassenheit ­eines britischen Kolonial­beamten erledigt. Aber nicht eines solchen, der in Indien stationiert ist. Denn das ist jetzt ein wunder Punkt.

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