lamborghini huracan 2014 grün vorne front scheinwerfer
Huracán, der nächste Bestseller von Lamborghini.
 

Vorstellung: Lamborghini Huracán LP 610-4

Ein Name, ein Mission: Huracán, den Stier, zeichnete Angriffslust und herausragender Mut aus. Für die Maya war er der Gott des Windes, Sturmes und Feuers.

01.05.2014 Press Inform

Der Lamborghini Huracán tritt das schwere Erbe des meistverkauften Lamborghinis an. Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann nennt den Boliden pathetisch einen „Wendepunkt in der Lamborghini-Geschichte.“ Sprich: Der Huracán soll allen Spaß machen, ob im Okzident, im Orient oder auf der anderen Seite des Atlantiks. Mit dieser Prämisse im Lastenheft ist der Charakter, oder auch die Seele des Autos schon klar umrissen. Im italienischen heißt Seele übrigens „Anima“ und genau so nennt Lamborghini seinen Fahrerlebnisschalter, der unten im Lenkrad auf die Befehle des Piloten wartet. Drei Alternativen schimmern auf Knopfdruck rötlich: „Strada“ (Straße), „Sport“ und „Corsa“ (Rennstrecke).

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Lamborghini Huracán: Wendepunkt in der Geschichte von Lamborghini

Die Fahrmodi ändern auf Knopfdruck Schaltzeiten des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes und die Charakteristik der optionalen magnetischen Dämpfer und Gasannahme. Der Motor ist akustisch und leistungsmäßig eine Wucht. Sägt der 5,2-Liter-V10-Sauger im „Strada“-Modus bei höheren Drehzahlen noch angriffslustig vor sich hin, öffnen sich bei „Corsa“ und „Sport“ alle Schleusen, sprich die Auspuffklappen und das Grummeln der zehn Trompeten aus Sant’ Agata Bolognese geht in ein ungezügeltes Kreischen, nur unterbrochen vom tiefen bollernden Zwischengas-Knurren beim Runterschalten über. Da das maximale Drehmoment von 560 Newtonmeter erst bei 6.500 U/min anliegt, gibt es bei sportlicher Fahrweise gehörig auf die Ohren.

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0-200 in 9,9 Sekunden

Doch die italienische 610-PS-Triebwerks-Sinfonie ist nicht nur ein akustischer, sondern auch ein Vortriebsschmaus: Nach 3,2 Sekunden zeigt der digitale Tacho des Huracan 100 km/h an und nach nur 6,7 weiteren Sekunden ist der Flitzer aus der Emilia Romagna doppelt so schnell. Die Tachonadel stoppt erst jenseits der 325-km/h-Marke. Damit das Aggregat möglichst wenig Sprit konsumiert und dabei möglichst viel Drehmoment zur Verfügung stellt, setzen die Ingenieure auf eine Kombination aus Direkt- und Multipointeinspritzung (MPI), garniert mit einem Start-Stopp-System. Die Maßnahmen sollen den Durchschnittsverbrauch auf 12,5 l/100 km senken.

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LPI und Allradantrieb

Bei der “Lamborghini-Piattaforma-Inerziale”-Technik (LPI), die aus der Luftfahrt stammt, berichten neun Sensoren ohne Verzögerung den Bewegungsstatus des Fahrzeugs an die diversen Regelsysteme, wie ESP oder den Allradantrieb. „Wir müssen nichts berechnen. Bei uns geschieht alles in Echtzeit“, erklärt Dennis Schmitz, Leiter Gesamtfahrzeug bei Lamborghini. So können Roll-, Wank und Neigbewegungen schon im Keim erstickt werden. Zwei zusätzliche Kreiselkompasse im Fahrzeugschwerpunkt überwachen die Drehbewegungen im Raum. Bei konventionellen Anordnungen ist nur ein solcher Sensor verbaut. Auch der Allradantrieb ist besser. Dank des neuen elektronisch gesteuerten Vorderachsdifferentials fließen nun mit Hilfe der Lamellenkupplung bis zu 50 Prozent der Antriebskraft nach vorne. Nach hinten sind sogar 100 Prozent möglich. Auch das war bisher nicht drin. Im Normalfall ist der Huracán mit einer Verteilung von 70:30 ohnehin hecklastig ausgelegt. Die Verbesserungen zeigen deutliche Wirkung: Der neue Bulle hat die ausgeprägte Untersteuer-Neigung des Gallardo abgelegt und lenkt freudig ein. Vor allem, wenn die Reifen Betriebstemperatur erreicht haben.

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MSS-Plattform aus Alu und Carbon

Das Chassis besteht aus einer Hybridbauweise aus Aluminium mit Carbon, ist um 50 Prozent steifer als das des Gallardo und mit einem Gewicht von 1.422 Kilogramm um zehn Prozent leichter. Der Lamborghini Huracán ist der erste Sportwagen, der auf dieser neuen MSS-Plattform (Modular Sportscar System) basiert, die zusammen mit Audi entwickelt wurde. Das Resultat dieses Technik-Mix’ ist grandioser Fahrspaß. Musste man den Gallardo noch an den Hörnen packen und notfalls um die Ecke “zwingen”, lässt sich der Huracán leicht sehr schnell fahren. Die präzise Lenkung könnte allerdings etwas mehr Rückmeldung geben. Das Doppelkupplungsgetriebe sorgt für reibungslose Schaltvorgänge. Insgesamt fehlt die Lamborghini-typische Kompromisslosigkeit. Jetzt ist der Stier keine große Herausforderung mehr. Ein Tribut an die eingangs erwähnten globalen Ambitionen.

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Innen: Display-Tacho und Audi Knöpfe

Der Innenraum macht mit Nachdruck einen auf Flugzeug-Cockpit: Erst, nachdem man einen kleinen Bügel hochgeklappt hat, erreicht man den Startknopf. Bei den Infotainment-Bedienelementen ist die Audi-Verwandtschaft nach wie vor sichtbar. Das frei programmierbare digitale Kombi-Instrument mit dem 12,3-Zoll-TFT Display ist dank der Auflösung von 1440 mal 540 Pixel leicht ablesbar. Auch an das etwas überfrachtete Lenkrad, auf dem sich alle notwendigen Bedienelemente befinden, gewöhnt man sich nach kurzer Zeit. Weniger allerdings an den Hartplastikanteil bei den Belüftungsdüsen und an der Mittelkonsole. Das passt nicht zu einem 202.000-Euro-Sportwagen. Immerhin sind die Sportsitze grandios und das Raumgefühl dank der schmaleren Mittelkonsole luftiger.

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Huracán-Trailer von Lamborghini:

Der Huracán auf der Homepage von Lamborghini: Link.

Besten Dank an Wolfgang Gomoll von press-inform.

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