Diebstahlsicherung.
 

Testbericht: KTM X-Bow

Der KTM X-Bow ist ready to race.

25.07.2011 Autorevue Magazin

Unter der Leichtigkeit des Reisens versteht man im X-Bow nicht nur das Fliegengewicht dieses Fahrzeugs. Man kriegt gezwungenermaßen ziemlich schnell einen direkten Zugang zum Autofahren in seiner reinsten Ausprägung. Denk nicht einmal dran, irgend­etwas mitzunehmen. Führerschein und Kreditkarte, mehr braucht’s nicht und mehr geht auch nicht. Wer eines dieser unförmigen ­Handys besitzt, die nicht mehr in den Hosensack passen, lässt es am besten auch gleich zuhause. Es gibt keine Ablage und kein Staufach dafür.

Das wird schon seine Richtigkeit haben, denn im X-Bow wendet man seine Konzentrationsfähigkeit für das Fahren auf.

Nur fürs Fahren. Es gibt nämlich auch kein ESP oder sonstige Verunreinigungen der Fahrzeugdynamik, nicht einmal ABS. Beim Bremsen am Limit bleibt halt einmal ein Radl stehen, das ist nur gut, um alte Reflexe wieder zu entrosten. Die erreichbaren Kurvengeschwindigkeiten liegen sowieso jenseits von Böse, nicht zuletzt dank eines glatten Unterbodens mit einem ordentlichen Diffusor am Heck, der effektiv aerodynamischen Abtrieb generiert. Auf verlassenen Auto­bahnbaustellen fährt man den Pylonenslalom und fragt sich, ­warum die Tore so weit gesteckt sind. Das Auskosten von purem High-Speed auf der Geraden bereitet nur begrenzt Freude, weil man ab 180 km/h von der anströmenden Luft dermaßen brutal abgewatscht wird, dass ein Rückzug in mittlere Geschwindigkeitsbereiche für längere Transportetappen die angenehmere Lösung ist.

Beim Speedklettern in den Bergen sollte man zusätzlich zum Straßenverlauf immer auch die Tankuhr im Auge behalten, weil da die Reichweite schon mal unter 200 km fallen kann.

Vor allem bei nächtlichen Vorhaben ist das ein Thema, 24-h-Tankstellen im alpinen Raum sind dünn gesät. Beim Nachtflug ist auch die Temperatur ein Thema. Unter sechs Grad Außentemperatur (gleichzusetzen mit der Temperatur im Fahrgastraum) wird’s richtig frisch, 12 Grad sind bei entsprechender Kleidung okay, ab 18 fühlt man sich wohl. Den Heizungsregler braucht man nicht lange ­suchen, es gibt keinen. Die Heizung wird per Sonnenaufgang eingeschaltet, allerdings auch emotional. Es gibt kaum Schöneres, als sich um sechs in der Früh der KTM-farbenen Sonne entgegenzuzoomen. Und wenn es regnet? Dann regnet es halt, man wird ein bisschen nass und hat die doppelte Herausforderung, mit Händen und Füßen die Hinterachse zu kontrollieren.

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