Killerargument beim Autokauf: Was muss ein Auto anstellen, um von euch ignoriert zu werden?

Wir wollen wissen, was ein Auto falsch machen muss, um von eurer Wunschliste gestrichen zu werden. Was ist das Killerargument, Todesgadget, No-Go?

Online Redaktion
Veröffentlicht am 21.12.2017

Hier eine Theorie zum Erfolg des VW Golf: Der Wagen macht am wenigsten falsch. Ich glaube nämlich, dass die meisten Autokäufer eine Allergie gegen mindestens ein Detail haben, das ein Auto sofort uninteressant macht. Ein Killerargument, ein No-Go, das jedes noch so tolle Auto sofort von der Wunschliste streicht. Von allen Autos auf dem Markt löst der VW Golf am wenigsten Allergien aus.

Bei welchem Detail endet eure Geduld?

Mercedes-Benz C-Klasse (S 205) 2014
© Bild: Riedmann

Zwei Beispiele. Ein Freund von mir möchte zwar stets und immer ein Werksnavi haben, bekommt aber Ausschläge bei einem Touchscreen. Er weigert sich, sich während der Fahrt auch nur einen Millimeter vorzubeugen. Das sei erstens unbequem und zweitens unsicher. Er fährt jetzt eine C-Klasse mit Bedienelement in der Mittelkonsole. Während seiner Volvo-Phase (der Firmenwagen kam noch mit Fernbedienung für das Navi) fuhr er sehr viel mit den Öffentlichen. Ein zweiter Kollege bekam bei den ersten Modellen vom damals noch neuen Peugeot 508 Bluthochdruck. Die Franzosen gingen neue Wege und verbauten keine einzige Ablage in Reichweite vom Fahrersitz. Handy, Geldbeutel, Getränk und Schlüssel waren immer irgendwo, aber ganz bestimmt nicht griffbereit.

Mein persönliches No-Go sind unebene Ladeflächen. Die packe ich nicht. Eine unebene Ladefläche, also eine, bei der umgeklappte Sitze eine Rampe bilden, ist für mich immer ein Zeichen dafür, dass die Designer und Ingenieure schlichtweg keine Lust mehr hatten, sich mit dem Heck zu beschäftigen. Unebene Ladeflächen (oder noch schlimmer: Kanten, über die das Gepäck gewuchtet werden muss) sind unpraktisch und hinterlassen bei mir den Eindruck des Unfertigen und der Lustlosigkeit.

Fiat Punto
© Bild: Riedmann

Die Suche nach dem Killerargument

Ich will im Auto schlafen können. Und zwar liegend. Und sei es in Embryonalstellung. Das passiert nie? Oh doch – öfter als man denkt. Ich möchte lange Bretter oder Stangen hinlegen können. Ich möchte Koffertetris spielen können, ohne jedes einzelne Gepäckstück herum hieven zu müssen. Fertig. Lässt sich per Sitzumklappen der Laderaum nicht einebnen fliegt das Auto von der Liste potentieller Nachfolger des aktuellen Modells.

Was sind eure Killerargumente und Todesgadgets? Schlechte Sicht nach hinten? Ein Knopf statt einer echten Handbremse? Ein bestimmtes Markenlogo?


Voriger
Nächster