Vorstellung: KIA Sorento

Packt zu wie der Vorgänger, will aber flotter ausschauen. Und: An einer schwächeren Version für Österreich wird gearbeitet.

01.09.2009 Autorevue Magazin

Der erste Sorento war 2002 ein Meilenstein für Kia. Und auch für das eigene Rollenbild, das sich fürderhin in einer (halbwegs) leistbaren Parallelwelt zu Mercedes ML oder BMW X3 zum Verkaufserfolg entwickelt hat: 900.000 Stück bis heute, mehr als 5000 davon in Österreich. Die Anzahl verkaufter Anhängerkupplungen dürfte sich in ähnlicher Höhe bewegen, denn besonders oft sieht man den bisherigen Sorento vor Booten, Pferden oder sonstigen Insignien eines, sagen wir, sorgenfreien Lebensstils. Der Neue bestätigt: Maximale Anhängelast 2500 kg beim Allradler, da muss der beste Freund des Reiters nicht auf Diät gesetzt werden. Nebenbei zeigt diese Zahl auch, wofür Allradantrieb tatsächlich gekauft wird, denn der Fronttriebler darf 500 Kilogramm weniger ziehen. Abseits befestigten Terrains wird man beide gleich oft sehen, nämlich eher nie.

Der neue Sorento also, und bis auf den Namen erinnert nichts mehr an den Vorgänger. Der sah deutlich rustikaler aus, und die technischen Daten bestätigen: plus 10 cm Länge (nunmehr 469), minus 1,5 cm Höhe, plus 2 cm Breite. Vorne zeigt der neue Sorento das Markengesicht aller neuen Kias, das Chefdesigner Peter Schreyer auch dem überarbeiteten c’eed eingezeichnet hat (Seite 14), die Grimmigkeit des Blicks in fremden Rückspiegeln wird Sorento-Fahrer mehr freuen als die Besitzer fremder Rückspiegel. Weil das Kürzel SUV imagemäßig ein bisserl im Straßengraben liegt, tituliert Kia den neuen Sorento als CUV, Crossover Utility Vehicle.

Die angepeilte Nähe zum PKW ist fühlbar, vom Geländeeinschlag bleiben die höhere Sitzposition und die straffe Federung, Ambiente und Materialen kommen aus der oberen Mittelklasse, der Rest ist ein massiver Kombi: Gute Platzverhältnisse vorne wie hinten, die Neigung der hinteren Sitzlehnen lässt sich der Müdigkeit der Fondpassagiere anpassen, die Mittelarmlehne hält auch Becher fest. Auf Wunsch gibt’s sieben Sitze, dann ist das Kellerabteil des Kofferraums von den Klappsitzen der dritten Reihe belegt, 111 bis 1525 Liter Laderaum bleiben. Beim Fünfsitzer sind’s 531 bis 1546 Liter.

Der Sorento wird als Fronttriebler und mit permanentem Allradantrieb zu haben sein, neben dem 2,4-l-Benziner mit variabler Ventilsteuerung (174 PS) gibt’s einen 2,2-l-Diesel mit 197 PS und 435 Nm, was üppig klingt für den Hubraum und sich auch saftig fährt: Sogar beim Überholen überland ist der Schub enorm, zu hören ist der Diesel kaum, ans Versteuern und Versichern werden Österreichs Autofahrer nur ungern denken. Daher tüftelt Kia bereits an einer schwächeren Version des 2,2 CRDi, mit schlanker Verspätung soll ein 150-PSer das Programm nach unten abrunden.

Der Verkauf in Österreich startet übrigens schon Mitte September, die Ausstattungsversionen heißen Cool, Active und Active Pro. In jedem Fall serienmäßig dabei sind ESP, Bergab- und Berganfahrhilfe, Alufelgen, CD/MP3-Radio,
bei Active Pro wird die Ausstattung komplett sein bis zu Xenon und schwarzem Leder. Andere Lederfarben oder ein Glasschiebedach als Extra gibt’s nur fürs Topmodell, mehr Ausstattungsdetails verrät nebenstehender Kasten. Die Preisspanne wird von knapp unter 31.000 bis rund 45.000 Euro reichen.

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