Kia pro_cee'd dynamisch rechts
So ambitioniert ist noch kein Kia auf die Straße gekommen.
 

Testbericht: KIA pro_cee’d 1,6 CRDi

Schön, wenn einer seine Ziele erreicht: Der Kia pro_cee’d ist ein echter ­Headturner geworden.

31.05.2013 Online Redaktion

Die schönsten Komplimente kommen von den Leuten, die einem leuchtend roten Auto vollkommen unbefangen entgegentreten: Der schaut irgendwie aus wie eine Alfa Giulietta! Bumm. Vom Cerato (erinnert sich noch wer?) zum Headturner in nur sieben Jahren. Der ewige Sager von den ehrgeizigen Koreanern mag schon abgelutscht sein, aber dieses eine Mal muss er noch herhalten, weil der pro_cee’d ist ein Meilenstein für Kia. Ein Auto, nach dem sich die Leute umdrehen, finally.

Kia pro_cee'd statisch hinten

Das Design des Kia pro_cee’d CRDi ist ambitioniert wie noch nie

Die Designer hatten ziemlich freie Hand, was etwa an der C-Säule erkennbar ist, die im Straßenbild ebenso markant auftritt wie im Schulterblick. Von Ambitionen zeugt auch die ziemlich flache Heckscheibe, von der ein Viertel unter dem Heckspoiler liegt und damit von Waschstraßen vergessen wird. Who cares? Wer sich bessere Aussichten wünscht, sollte bei aller inneren Seriosität das Navigationssystem bestellen, dem eine hochauflösende Rückfahr­kamera beigepackt ist, Pieps-Sensoren sind schon in der zweitbilligsten Ausstattung serienmäßig. Im Innenraum gibt es tadellose Platzverhältnisse vorne wie hinten, das Kofferraumvolumen entspricht dem des Fünftürers.

Kia pro_cee'd Detail

Glattflächige Türverkleidungen, hochwertige Materialien.

Das Fahren im Kia pro_cee’d CRDi ist deutlich unspektakulärer als die Außenwirkung, weder Fahrwerk noch Motor haben sportliche Ambitionen. Wer’s wirklich ernst meint, wartet auf die GT-Variante oder sucht sich ums gleiche Geld einen gebrauchten VW Scirocco. Den Dieselmotor haben wir schon im Hyundai i30 zu schätzen gelernt. Auch hier gibt’s keine Verbrauchswunder, aber 5,8 Liter liegen noch im Rahmen des Vertretbaren. Details am Rande: Die justierbare Servolenkung (Komfort-Normal-Sport) vergisst man bald, nachdem man den Knopf am Lenkrad gefunden hat, die Ansagen des Navigationssystems lassen sich nicht dauerhaft abschalten, die toll gefederten inneren Türgriffe sind ein haptisches Erlebnis, und die Einparkhilfe piepst ein bissl zu lang, zu viel und in einer schrillen Tonlage. Kleiner Tipp für Kia: Zu Mini schielen – die wissen, wie charmant Einparkhilfen sein können.

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