Kia Picanto Exterieur Statisch Front
Frauenauto war gestern.
 

Vorstellung: KIA Picanto

Verspielt gestylte Kleinwägen ab sofort mega-out sind. Im Ernst!

03.06.2011 Autorevue Magazin

Der letzte Picanto war das, was man gerne „ein liebes Auto“ nennt. Das sagen auch die Kia-Manager, allerdings bemühen sie sich dabei redlich, das Wort Frauenauto kunstvoll zu umschreiben. Peter Schreyer, einer der profiliertesten Männer im Automobildesign, hatte den Auftrag, das zu ändern und für einen ernsthaften Auftritt im Kleinwagensegment zu sorgen. Diese Übung ist zweifellos gelungen, der neue Picanto soll jetzt jedenfalls auch den Männern gefallen. 15 mm mehr Radstand und 60 mm mehr Gesamtlänge bei gleicher Breite und Höhe ergeben mehr Platz auf der Hinterbank (ein bisschen) und mehr Kofferraumvolumen (signifikant). Das alles übrigens bei geringerer Gesamtmasse.

Zwei Ottomotoren stehen zur Auswahl. Ein Dreizylinder (69 PS) und ein Vierzylinder (85 PS), Dieselantrieb ist keiner vorgesehen. Der Dreizy­linder hat die schönere Dreh­momentcharakteristik, einen geringeren Verbrauch und den interessanteren Sound, ist also klar die bessere Wahl. Mit der optional verfügbaren Start-Stopp-Automatik schafft die kleine Maschine den beachtlichen Wert von 95 g CO2/km. Auf diesem Emissionslevel spielen sonst nur die aller­besten Dieselmotoren.

Ausgehend von einem Basispreis von 9.390 Euro für den Fünftürer werden alle Extras über die Ausstattungslinien Hot, Cool, Motion, Active oder xR bestellt, und da hatten die ­Koreaner viel Fantasie, was man einem Kleinwagen alles einräumen darf, um den Insassen das Leben entscheidend zu erleichtern. Elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Schiebe/Hubdach, Klimaautomatik, Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung, Smart-Key und Automatikgetriebe sind ein relativer Luxus, der in diesem Fahrzeugsegment oft gar nicht angeboten wird. Ein ergonomischer Schnitzer ist bei der Anordnung des Schalters für den Bordcomputer passiert, die Bedienung erweist sich als nicht praktikabel.

Die elektrisch unterstützte Servolenkung und das Fahrwerk arbeiten hervorragend zusammen, auch wenn man versucht, sinnlos große Schräglaufwinkel zu provozieren. Was natürlich niemand tun wird, aber das Fahrwerk vermittelt grundsätzlich Vertrauen in die Vorhersagbarkeit des Fahrverhaltens.

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