kia ceed gdi dct 2012 seite vorne
Ausgeklügelt, durchdacht, modern.
 

Testbericht: KIA Cee’d GDI DCT Active Pro

Sportlicher Familientyp mit praktischen Seiten. Langfristige Bindung nicht ausgeschlossen.

14.12.2013 Autorevue Magazin

Die Generation Handy lässt grüßen: Beim Zündungeinschalten ertönt eine Kennmelodie aus acht Tönen und ein animierter Cyber-Cee’d taucht als Icon im digitalen Tacho-Rund auf. Kia hat in Sachen Gegenwartsorientierung seine Hausaufgaben gründlich gemacht (aber ohnedies einen Stumm-Schalter vorgesehen). Der neue Cee’d ist in allen Belangen ein ausgeklügeltes, durchdachtes und modernes Auto geworden, mehr noch, als er es in seiner letzten Generation schon war.

kia ceed gdi dct 2012 heck hinten seite

Hohes Heck mit Coupé-Appeal und keckem Spoiler. Die Einparksicht ist nicht berühmt, akustisch unterstützt und mit Comfort-Lenkung geht das aber.

Peter Schreyer, dem Design-Chef von Kia, ist eine echt ­einfühlsame Arbeit gelungen.

Der Cee’d sieht gut aus, auf eine unaufdringliche Art, die auch einem sachlich orientierten Automenschen erlaubt, ­genau so stolz auf sein Auto zu sein, wie er es eben möchte. Variabel praktisch. Für einen Fünftürer ist seine Linie sportlich, vor allem der Heckspoiler unterstreicht diesen Eindruck. Und die Schnauze hat jetzt mehr Charakter und durch die Tagfahr-LEDs einen ernsteren Blick (aber nicht böse, wie ihn die Premium-Marken pflegen).

Der Cee’d-Blick Richtung Premium

Der Blick Richtung Premium passt, denn Qualität ist das große Thema beim Cee’d. Man bemerkt das, egal wohin man greift und schaut. Vier elektrische Fensterheber mit Rauf- und Runter-Vollautomatik. Viele akkurat bemessene, rutschfest ausgelegte Ablagen. Eine elektronische Parkbremse, die mit einer kleinen Fingergeste eingelegt wird. Und die Unterseiten der Fondsitz­polster anzuschauen ist nachgerade ein Vergnügen. Man muss sie hochklappen, um mit ein, zwei lockeren Umklapp-Handgriffen die Lade­fläche plan zu machen – etwas Banales, das sonst selten Freude macht. Hier aber schon. Überhaupt ist der Fond ein angenehmer Aufenthaltsort mit ­guten Platzverhältnissen.

kia ceed gdi dct 2012 cockpit innen innenraum armaturen

Großes Angebot, schön geordnet. Das Navi mit Spracherkennung (+ 1.272,–) hat als Bonus eine Rückfahrkamera, die vielen Knopferl am Lenkrad sind gut bedienbar. In der Top-Ausstattung reicht es, den Schlüssel in der Hosentasche zu haben. Erfreulich auch: zahlreiche Ablagen, die innen anti-rutsch-beschichtet sind.

Vorne fallen die neuen Sitze auf.

Die Sitzflächen reichen jetzt bis in Kniekehlennähe, das macht den Kontakt zum Auto intensiver. Trotz aller technischer Gereiftheit fährt man ja immer noch mit dem Hintern, wenn man das Fahren spüren will. Und die 135 PS unseres Test-Cee’d legen das nahe. Damit lässt sich ­etwas anfangen. Zumal das Fahrwerk wohltuend straff abgestimmt ist und gute Rückmeldung darüber gibt, wie das, was der Fahrer tut, auf der Straße ankommt.

kia ceed gdi dct 2012 kofferraum innen

Plan umlegbare Rücksitzlehnen. 1300 Liter dann.

Die Lenkung kennt drei einstellbare Stufen, die klar anwendungsdefiniert sind.

Komfort ist eher nur etwas für Einparkmanöver, Sport für die Bergstraßen oder wenn einem am immer gleichen Weg zur Arbeit besonders fad ist. Der Normalmodus geht irgendwie für alles.
Der 1,6-Liter-Benziner hat Direkteinspritzung und variable Ventilsteuerung. Sein maximales Drehmoment von 165 Nm ist im Drehzahlbereich eher weiter oben zu suchen (knapp unter 5000 Touren), weshalb das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe (DCT), mit dem unser Cee’d ausgestattet war, vor allem im ersten Gang eher hoch dreht, bis es die Zweite einlegt. Das macht sich akustisch bemerkbar. Man kann freilich auch sportlich schalten, selbst nämlich, per Schaltpaddles am Lenkrad. Dies empfiehlt sich auf anspruchsvolleren Kurvenpassagen und macht Freude.

kia ceed gdi dct 2012 glasdach

Das tollste am Cee’d

Unser 1,6 GDI kam in Active ­Pro-Ausstattung auf 26.290 Euro. Das ist die tollste, die man sich anlachen kann. Smart Keysystem, schwarzer Klavierlack (nicht ganz echt, aber gut), volle Musikschnittstellen-Auswahl, ein Multifunktions-Lenkrad, das seiner Bezeichnung alle Ehre macht und einen trotzdem beim Hinschauen nicht nervös macht. Und dieses hochauflösende TFT-Zentral­instrument, das einen Analogtacho simuliert und in dessen Mitte alle Bordcomputer-Elemente eingeblendet werden. Und dass sich der Cee’d auch verabschiedet. In Heckansicht mit Fünfton-Abschiedsmelodie.

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