Man sitzt gut eingebtet.
Man sitzt gut eingebtet.
 

Vorstellung: KIA Carens

Nur weil die Familie mitfährt, muss das Auto nicht gleich danach aussehen, sagt Kia, und untermauert seine These mit einem recht flotten Familienvan.

23.05.2013 Autorevue Magazin

Plötzlich war das Wort sexy im Raum, das man bei der Präsentation eines Kompaktvans wie dem Kia Carens eher nicht erwartet hatte. Vor wenigen Jahren wäre es auch bei einer Kia-Präsentation flink beiseite gelächelt worden, hier nicht: Dass Chefdesigner Peter Schreyer Kia ordentlich dynamisiert hat, im Auftritt und in den Verkaufszahlen, ist ohnedies im Straßenbild zu sehen, der neue Kia Carens wird da locker mitmischen. Sein Design lässt Eckiges und Kastenförmiges schwungvoll hinter sich, dass er nur elf Millimeter niedriger ist als ein VW Touran, glaubt man erst mit dem Maßband in der Hand (und Kia lässt gerne durchblicken, wer mit eckig und kastenförmig gemeint ist – blöd nur, dass der Touran sein Segment anführt, aber das liegt eher nicht am Design).

Innen fehlt dem Kia Carens die Dynamik

Der Innenraum des Kia Carens leidet allerdings nicht unter dem dynamisierten Auftritt, bei Kopf- und Beinfreiheit ist er unter den Klassenbesten, was mit einem niedrigen Hüftpunkt erreicht wird: Wer gerne ein bisserl höher sitzt, fühlt sich im Carens wohl, aber es kommt nie der Eindruck von Hochbeinigkeit auf. Man sitzt gut eingebettet ins hochwertige Interieur, das als innere Fortsetzung des äußeren Eindrucks gelten darf. Das Design ist ebenso erfrischend, alle Bedien­elemente sind dort, wo man sie intuitiv erwartet, die Materialien entziehen sich offensiv jeder Kritik, wobei da auch das Ausstattungsniveau mitmischt: Wer die Topausstattung Active Pro mit Leder, Blenden in ­Klavierlackoptik und beigen Applika­tionen am Armaturenbrett ordert, wird den Einstiegspreis (21.990 Euro für den 1,6-l-Benziner) deutlich hinter sich lassen, darf sich aber auch sehr danach fühlen. Überhaupt, die Motoren: Neben dem 135-PS-GDI ist ein 1,7-Liter-Diesel mit 116 PS und 260 Nm oder 136 PS/331 Nm zu haben. Alle ­Motoren hängen an einem Sechsgang-Getriebe, den stär­keren Diesel gibt es auch mit Sechsgang-Automatik.

Den Kia Carens gibt es ab April

Zu haben ist auch eine ­Vielzahl an Extras, die nach Oberklasse schmecken, aber einem Kompaktvan wunderbar passen: Einparkassistent, Sitzheizung auch hinten (an den äußeren Plätzen, der Mittelsitz bleibt heizfrei), Lenkradheizung, innenbelüftete Vordersitze, Sonnenrollo für die hinteren Seitenscheiben. Und ein Lenkassistent als ­Ergänzung zu ESP, der (dezent) ins Lenkverhalten eingreift, wenn die Sensoren ­Unter- oder Übersteuern ­erahnen.

Auch abseits der Extras wurde gut mitgedacht, so ist die Laderaumabdeckung ­unauffällig unter dem Kofferraumboden zu versenken – was auch für die optionale dritte Sitzreihe (900 Euro Aufpreis) gilt. Die erfreut eher die Kinder, während die zweite Reihe Erwachsenen perfekt ­angemessen ist. Kofferraum­volumen: von 103 (Sieben­sitzer) über 492 (Fünfsitzer) bis zu 1650 Liter, bei letzterem Wert führt der Touran dann doch um 340 Liter. Der Verkauf des Kia Carens startet Anfang April.

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