Jeep Grand Cherokee Dynamisch Exterieur Heck Offroad
Die Offroad-Messlatte in diesem Fahrzeugsegment.
 

Vorstellung: Jeep Grand Cherokee

Daimler, Cerberus, Konkurs, Fiat. Dann können jetzt ja wieder Autos gebaut werden.

24.01.2011 Online Redaktion

Hochmotivierte Pläne wurden mit jeder neuen Beteiligung oder Übernahme von Chrysler angekündigt. Bei allem Respekt: Die meiste warme Luft produzierte 2007 der Finanz­investor Cerberus, der das ­Unternehmen erst durch die größte Absatz­krise in der amerikanischen ­Geschichte und 2009 in den Konkurs führte (Stichwort Chapter 11). Jetzt sitzt Fiat (20-prozentige Beteiligung) am Ruder und kann sich, was Jeep betrifft, freuen. Denn der neue Grand Cherokee (das erste ­Modell nach fast zwei ­Jahren Schockstarre) wie auch die 2011 folgenden Patriot, Compass, ­Cherokee und Wrangler wurden allesamt noch mit Cerberus-Geldern überarbeitet beziehungsweise neu entwickelt. Clou der neuen Zusammen­arbeit: Fiat bekommt ­Zugang zum amerikanischen Markt. Und Jeep? Das wird die Zeit zeigen.

Der Grand Cherokee wird erst einmal nur in Topausstattung und nur mit einem V6- und einem V8-(Hemi)-Benziner lanciert. Im zweiten Quartal 2011 folgen ein Diesel- und ein Basismodell (je rund 55.000 Euro).

Zu seinen besten Zeiten fand das noble Harte-Kern-SUV in Österreich 500 Käufer pro Jahr, 2011 rechnet man mit 150, 2012, im ersten vollen Jahr mit Diesel- und Einstiegs­variante, sollen es 250 werden. Das Chaos hinterlässt eben Spuren. Dabei steht der Grand ­Cherokee so gut da wie nie. Die Verarbeitungsqualität, das große Vorurteil gegenüber ­Autos aus Übersee, ist konkurrenzfähig – bedenkt man, dass die Konkurrenz rund 20 Prozent teurer ist. Klar, die Instrumente kommen in Plastik daher, das ist aber gut verarbeitet und von Wurzelholz umrahmt.

Bleibt das Fahrwerk. Die hintere Starrachse wurde zugunsten einer Einzelradaufhängung ­aufgegeben. Das mag Offroad-Puristen nicht gefallen, denen sei aber gesagt, dass der Grand Cherokee nach wie vor die Messlatte in Sachen Gelände­fähigkeiten in dieser Fahrzeugklasse stellt. Eine Gelände­reduktion samt Differenzial mit elektronischer Schlupfbegrenzung an der Hinterachse ist in allen Modellen obligat. Der Hemi kommt sogar serien­mäßig mit einer Luftfederung (die soll es beim Diesel später optional geben). Mit ihr lässt sich der Grand Cherokee um 6,5 Zentimeter anheben, um durch den Gatsch zu ­brechen, oder um vier Zenti­meter absenken, um Kisten ­einzuladen.

Jeep Grand Cherokee Dynamisch Exterieur Front Seite Offroad

Innen steht dem Fahrer ­außerdem ein Drehrad zur Verfügung, über das er Off- und Onroad-Eigenschaften einstellen kann – ähnlich dem Terrain Response System von Land Rover. In der Realität werden Waldwege oder rutschige ­Wiesen samt Pferdehänger zu den ambitionier­testen Aufgaben gehören. ­Anhängelast: bis zu 3500 Kilogramm. Fiat, ­pardon, Jeep ist also gerüstet.

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