Der Jaguar XK120 Alu, 1949
Der Jaguar XK120 Alu, 1949…
 

Jaguar XK120 Alu, 1949 – Verlegenheitslösung

Der Jaguar XK120 war gar nicht als Rennwagen geplant war, sondern eigentlich eine ganz gepflegte Limousine hätte werden sollen.

08.03.2014 radical mag

Das kam so: Jaguar-Boss Sir William Lyons hatte eigentlich besagte große Limousine bauen wollen. Doch er brauchte für seinen Stand auf der ersten «Earls Court Motor Show», die am 27. Oktober 1948 ihre Tore öffnete, unbedingt ein hübsches Ausstellungsstück, und deshalb «begnügte» er sich mit einem Sportwagen (die Limousine, der Mark VII, kam dann erst im Herbst 1950). Der XK120 war ein wunderschönes Fahrzeug mit elegant geschwungenen Linien – dagegen sahen alle anderen Autos der Ausstellung sehr alt aus. Und er ist bis heute vielleicht der schönste aller Jaguar geblieben. Nicht schlecht für eine Verlegenheitslösung…_Jaguar-XK120-Alu,-1949-detail

XK – Leistungsfähig und Zuverlässig

Unter der langen, langen Haube (aus Alu, wie die gesamte Karosse, die 
auf einen Eschenholzrahmen montiert war) arbeitete zudem eine Maschine, die so fein war, dass sie bis 1992 von Jaguar verwendet werden konnte. Der 3,4-Liter-Reihensechszylinder mit 160 BHP (British Horse Power, das sind immer etwa 10 bis 15 Prozent weniger als «unsere» DIN-PS), dessen Entwicklung 1946 begonnen hatte, war das erste Aggregat mit zwei obenliegenden Nockenwellen (Englisch: double overhead camshaft, DOHC), das es in die Großserienproduktion schaffen sollte; DOHC-Triebwerke gab es zwar schon früher, doch der XK-Motor wurde schnell zum Synonym für Leistungsfähigkeit und auch Zuverlässigkeit. XK, die Bezeichnung des schönen Stars der Motor Show, stammt auch direkt von diesem Motor: Das «X» steht für «experimental», das «K» für die Ausbaustufe._Jaguar-XK120-Alu,-1949-motor

Großes Interesse

Jaguar hatte den XK 120 OTS (Open Two Seater) nur als kleine Serie von 240 Stück geplant. Doch das Interesse des Publikums war derart groß, dass ab April 1950 auch eine Variante angeboten wurde, die aus Stahlblech gefertigt war. Bis 1954, als der XK 120 vom XK 140 abgelöst wurde, wurden davon 7.373 Exemplare gefertigt. 1951 folgte der FHC (Fixed Head Coupé, 2.678 Exemplare), 1953 noch der DHC (Drop Head Cabriolet, 1.767 Exemplare). Auf Wunsch gab es seit 1951 unter der Bezeichnung SE auch noch eine leistungsstärkere Maschine, die 180 BHP leistete._Jaguar-XK120-Alu,-1949-innen

Chassisnummer 670061

Bei hier gezeigten Exemplar handelt es sich um ein sehr frühes Stück, den 61. gebauten XK120, Chassisnummer 670061, also: Alu. Er wird am 8. März von RM Auctions auf Amelia Island versteigert und soll mindestens 300.000 Dollar bringen.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com.

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