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13 Fakten, die ihr über den Jaguar E-Type wissen solltet

Der Jaguar E-Type ist der ganze Stolz des britischen Automobilbaus (neben Mini & Defender). Wir haben 13 Fakten recherchiert, die Teil dieser Legende sind.

05.12.2017 Online Redaktion

Widmen wir uns dem Jaguar E-Type. Denn Jaguar boomt seit Jahren und so hat die Marke wieder Zeit für ein paar Nebenprojekte. Eine sdavon war ein elektrisch betriebener E-Type, den die  Klassiksparte „Jaguar Land Rover Classic Works“ aufgebaut hat. Es ist ein klassischer Blick in die Zukunft, dem wir mit einer Würdigung des Klassikers unterstützen wollen. Denn der Jaguar E-Type bildete Stil und Stolz einer ganzen Autonation. Zusammen mit dem Mini und dem Land Rover Defender ist der Wagen das heilige Triumvirat Englands. Doch Mini gehört jetzt den Deutschen und der Defender den Indern. Eine Demütigung, die dem E-Type erspart blieb. Dessen Produktion lief nämlich nur von 1961 und 1974. 15.508 Exemplare wurden mit 3,8-Liter-Motor ausgeliefert, 41.734 mit 4,2-Liter-Aggregat und noch einmal 15.293 Stück hatten einen V12 unter der Haube.

13 Fakten über den Jaguar E-Type

1) Vorgänger

Vorgänger und damit Basis für den Jaguar E-Type war der D-Type. Also der Wagen, mit dem die Marke 1956 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Der D-Type war bei seiner Vorstellung 1954 ein Meilenstein. Schließlich war eine selbsttragende Karosserie noch Neuland für viele Hersteller.

Jaguar D-Type von 1955
© Bild: Jaguar

2) Evolution

Zwischen dem D-Type und dem E-Type liegen zwei Prototypen – sozusagen zwei Stufen der Evolution. Der E1A, ein geglätteter D-Type ohne Heckflosse oder anderen Karosserie-Spielereien. Er diente ausschließlich der Erprobung der Motoren. Die zweite Evolutionsstufe war der E2A. Der sah grundsätzlich schon wie ein E-Type aus, hatte aber eine riesige Heckflosse. Die Öffentlichkeit ging davon aus, dass es sich um einen Nachfolger des D-Type für die Rennstrecke handelte.

3) Kunststofftüren

Jaguar hatte geplant, den E-Type mit Türen aus Kunststoff anzubieten. Damals genügten die Produktionstechniken jedoch nicht, um den Qualitätsansprüchen zu genügen. Außerdem dauerte die Produktion der Türen sehr lange.

4) Kleinteilig

Weil anfänglich mit geringen Verkaufszahlen kalkuliert wurde, kaufte Jaguar keine teuren Presswerkzeuge für großflächige Karosserieteile, sondern entwarf eine Karosserie, die aus vielen kleinen Formstücken entstand.

© Bild: Jaguar

5) Motorhaube

Das größte Bauteil an einem Jaguar E-Type ist die Motorhaube. Das größte Bauteil der Motorhaube ist das Mittelstück. In diesem Stück sind außerdem Lüftungsschlitze integriert. Ursprünglich wurde dieses Teil per Hand gefertigt. Doch wegen steigender Stückzahlen wurde es bald billiger, die Motorhaube maschinell fertigen zu lassen.

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6) Ein Testwagen als Premierenauto

Am 15. März 1961 feierte der Jaguar E-Type auf dem Autosalon in Genf Premiere. Einziges Problem: für die Ausstellung stand nur der E-Type mit dem Kennzeichen 9600 HP zur Verfügung. Dabei handelte es sich um ein ziemlich runtergerittenes Testfahrzeug. Kurz vor der Messe wurde der Wagen neu lackiert, inspiziert und dann von Bob Berry, einem Angestellten der PR-Abteilung, auf eigener Achse nach Genf gefahren. Schnell noch waschen. Fertig.

© Bild: Jaguar

7) Sportwagen für die ganze Familie

Speziell für den amerikanischen Markt wurde 1966 der E-Type als 2+2-Sitzer konzipiert (die Exportrate lag bei 80 Prozent).

8) Ehrung auf Briefmarke

1967 brachte die britische Post eine Briefmarkenserie über britische Technik heraus. Auf der Sixpence-Marke sind der Mini und der Jaguar E-Type abgebildet.

9) Ein Zwölfzylinder für die Staaten

Der Jaguar E-Type mit Zwölfzylinder war das erste Fahrzeug der Marke, das in den USA debütierte und nicht in Europa. Am 25. März 1971 war das Modell auf dem Autosalon in New York zu bewundern.

10) Sexy Sieg

Cathryn Louise Barrett wurde 1973 „Playmate des Jahres“ beim Magazin Penthouse – unter dem Künstlernamen „Cherokee“. Diese Ehre wurde ihr mit einem neuen E-Type Roadster versüßt.

© Bild: Jaguar

11) Simon Templar fährt Volvo

Roger Moore sollte in seiner Rolle als Simon Templar eigentlich einen Jaguar E-Type fahren. Die Produzenten fragten also bei Jaguar nach einem kostenlosen Exemplar. Doch Sir William Lyons – der Gründer von Jaguar – hatte erstens kein Exemplar übrig und zweitens wohl gerade nicht seine Spendierhosen an. Simon Templar musste jedenfalls auf einen Volvo P 1800 umsteigen.

12) Der älteste

Der älteste fahrbereite Jaguar E-Type gehört dem Jaguar Heritage Trust. Es ist ein Roadster, der im März 1961 im Magazin „The Motor“ getestet wurde. Als einziger E-Type überhaupt hat dieses Modell keine verchromte Führungsschiene entlang der Vorderkante der Seitenfenster.

13) Leichenwagen-E-Type

Der Jaguar E-Type hatte so viele prominente Besitzer und eigene Film- und Fernsehauftritte, dass eine Auflistung scheitern muss. Stattdessen sei der Leichenwagen-E-Type aus dem Film „Harold and Maude“ stellvertretend gezeigt:

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  • Raoul Donschachner

    2+2 war nicht wegen der familientauglichkeit sondern wegen der Lex Corvette die alle 2-Sitzigen Sportwagen mit höhen Einfuhrzöllen belegte. 2+2 war safe, dafür gabs keine Corvette Strafe. Betrifft übrigens alle europäischen Sportwagen.

    • Christian Seidel

      “Der Sportwagen für die ganze Familie” war der Werbespruch von Jaguar in den USA.

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