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D-Type Revival: Jaguar lässt Sportwagen-Ikone wiederaufleben

Eigentlich wollte Jaguar 100 D-Types produzieren, fertig gestellt wurden aber nur 75. Sechs Jahrzehnte nach Produktionsende bauen die Briten die 25 fehlenden Exemplare der Sportwagen-Ikone nun nach.

12.02.2018 Online Redaktion

1956 wurde der letzte Jaguar D-Type gebaut. Bis jetzt. 62 Jahre nach Produktionsende bescheren die Briten den legendären Sportwagen heuer nämlich einen zweiten Frühling: 25 Exemplare werden in Handarbeit bei Jaguar Land Rover Classic Works in Warwickshire gefertigt. Ein Engineering-Prototyp wurde auf dem Salon Retromobile in Paris enthüllt.

Le Mans 1956: On Board Aufnahme mit Mike Hawthorne im Jaguar D-Type

25 Jaguar D-Type für die vollen 100

Drei Mal gewann Jaguar mit dem D-Type zwischen 1955 und 1957 das legendäre 24 Stunden-Rennen von Le Mans. Eigentlich hatte Jaguar Mitte der 1950er Jahre den Bau von 100 D-Types geplant – fertig gestellt wurden damals allerdings nur 75. Über sechs Jahrzehnte nach dem Bau des letzten “originalen” D-Types wird das ursprünglich angepeilte Produktionssoll nun endlich erfüllt. Wie man es von Jaguar Land Rover Classic Works gewohnt ist, wird auch bei der Neuauflage des Rennwagens streng auf die historische Authentizität geachtet.

Freie Nasenwahl

Jedes Detail der 25 Nachzügler-Exemplare orientiert sich an den originalen Spezifikationen. Die glücklichen Kunden, die einen der 25 “neuen” Oldtimer ergattern können, können zwischen einer Shortnose-Version nach 1955er- oder einer Longnose-Karosserie nach 1956er-Spezifikation wählen. Bei dem in Paris gezeigten Engineering-Prototyp handelt es sich um letztere, was die verlängerte Motorhaube (“Longnose”), die Heckflosse hinter dem Fahrerkopf sowie der “wide-angle“ Zylinderkopf mit größeren Ventilen und einem Schnellwechselsystem für die Bremsbeläge auf den ersten Blick deutlich macht.

© Bild: Jaguar

Einmalige Schönheit

„Der Jaguar D-Type zählt zu den schönsten Rennwagen aller Zeiten; dazu mit einer herausragenden Bilanz bei den härtesten Langstreckenrennen seiner Epoche. Und er ist noch heute spektakulär”, so Tim Hannig, Direktor, Jaguar Land Rover Classic. “Die Möglichkeit, die Erfolgsgeschichte des D-Type durch die Komplettierung der geplanten 100er-Serie in Coventry fortzuführen, gehört zu jenen Projekten, die man vielleicht nur einmal im Leben bekommt.“

© Bild: Jaguar

“Bis ins letzte Detail historisch korrekt”

2016 hatte Jaguar bereits eine andere Oldtimer-Legende wiederaufleben lassen: Neun XKSS aus dem Jahr 1957 wurden auf Basis der Originalzeichnungen und –dokumente nachgebaut, nachdem sie damals bei einem Feuer im Jaguar-Werk in Browns Lane zerstört worden waren „Die Fertigstellung der neun vom D-Type abgeleiteten Jaguar XKSS war bereits sehr erfüllend und für uns sogar eine noch größere technische Herausforderung als die sechs ‚fehlenden’ Lightweight E-Type”, so Kev Riches, Engineering Manager bei Jaguar Classic. “Doch die im XKSS-Projekt gesammelten Erfahrungen geben uns nun einen Wissensvorsprung bei den finalen 25 D-Type. Jeder Wagen wird absolut und bis ins letzte Detail historisch korrekt sein – genauso, wie es die Jaguar Rennsportabteilung damals vorgesehen hatte.“

© Bild: Jaguar

Was ein “neuer” D-Type kosten soll, verriet Jaguar nicht. Wir sind aber zuversichtlich, dass sich Käufer finden werden – egal, für welchen Preis.

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