Infiniti FX 30d S Premium
Wem die deutsche Formensprache zu bieder erscheint, der kriegt hier eine saftige Alternative geboten.
 

Testbericht: Infiniti FX 30d S Premium

Die deutsche Formensprache ist zu bieder? Hier eine saftige Alternative.

14.11.2012 Autorevue Magazin

Am überraschendsten am Infiniti ist, dass die meisten Menschen die Marke noch nicht kennen, obwohl Logo samt Schriftzug mittlerweile auch Sebastian Vettels Arbeitsgerät zieren. Daher eingangs zur Auffrischung: Infiniti gehört zum Renault-Nissan-Konzern und stellt dort die Premium-Speerspitze dar. Parallelen mit Lexus sind durchaus zu erkennen: Was Lexus für Toyota, ist Infiniti für Nissan. Beide sind in USA äußerst erfolgreich, nur in Europa wird ­ihnen die verdiente Aufmerksamkeit (noch) nicht zuteil.

Das sollen Autos wie der Infiniti FX nachhaltig ändern.

Der zielt genau auf jene Kundschaft, der das europäische Design zu bieder geworden ist. Mit langer Haube, riesigen 21-Zoll-Rädern und einer sanft abfallenden Dachlinie wird Sportlichkeit suggeriert, ohne protzig zu wirken. Und dann ist da noch eine Überraschung: Infinitis Maxime ist eine tolle Serienausstattung, da macht auch der FX keine Ausnahme. Beim S Premium ist so ziemlich alles Vorstellbare an Bord (siehe Kasten rechts) – und das zu einem Tarif, wo man beispielsweise bei Audi gerade mit dem Aufwärmen beim Kreuzerlmachen begonnen hat.

Nach dem Einsteigen fühlt man sich geborgen wie in ­Abrahams Schoß. Die Sitze verdienen schlicht das Prädikat fantastisch: Feines Leder kombiniert mit optimaler Passform (verstellbares Fußteil) plus Kühloption – so verlieren heiße Sommertage ihren Schrecken. Die Armaturenlandschaft baut sich steil auf wie die Eigernordwand, ist ­tadellos verarbeitet und frei von verwirrenden Knöpfen.

So sportlich, wie der Infiniti FX 30 aussieht, lässt er sich auch fahren.

Der 3-Liter-Diesel wuchtet die 2150-Kilo-Fuhre unauffällig in knapp über acht Sekunden auf Hundert, gefällt aber auch mit der Wucht seines Drehmoments. Die serienmäßige elek­tronische Dämpfungsregelung (zwei Programme: normal und sportlich) macht in Verbindung mit der Hinterradlenkung das große Auto überraschend wendig und agil. Aber das ist eigentlich nicht das Thema: Trotz der 21-Zöller kommt der Komfort nicht zu kurz, dummerweise liegt die Wohlfühlgeschwindigkeit – also das Tempo, wo Mensch, Fahrbahn und Maschine im Einklang sind – auf der Autobahn bei 180. Ein Cruiser feinster Güte – bei Unaufmerksamkeit mit Strafzettel­garantie.

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