Hyundai Veloster N: Lust auf mehr

Auf der NAIAS in Detroit zeigt Hyundai den Veloster N. Die Koreaner deuten damit eine Offensive der Sportlichkeit an. Ob das Fahrzeug nach Europa kommt ist allerdings noch offen.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 17.01.2018

Hyundai meint es ernst, wenn es um die Sportlichkeit geht. Auf der NAIAS in Detroit zeigten die Koreaner den Veloster N, der nach dem Hyundai i30N als weitere Eskalationsstufe der Emotionalisierung verstanden werden darf. Die Marke erfand dafür extra eine zusätzliche Bedeutung für den Buchstaben „N“. Im koreanischen Auto-Alphabet steht der jetzt für Namyang einerseits – also der Ort, an dem das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Marke zu finden ist – und für den Nürburgring andererseits. Denn dort werden alle Hyundai N-Modelle getestet und optimiert.

Wollen wir: Hyundai Veloster N

Hyundai veloster N Detroit NAIAS
© Bild: Hyundai

Zunächst ist der Hyundai Veloster N erst einmal nur für den amerikanischen Markt gedacht. Was aber wohl eher der Marketing-Taktik geschuldet sein dürfte. Schließlich will man hierzulande auch noch einmal eine medienwirksame Präsentation abhalten.

Denn Hyundai ist es ernst mit der Sportlichkeit und sie haben auf diesem Gebiet sogar die eine oder andere Kleinigkeit vorzuweisen. Eine On-Off-On-Beziehung mit der WRC beispielsweise und einige Versuche mit durchaus potenten Modellen wie dem Tiburon und dem darauf folgenden Genesis. „N“ soll diesen Versuchen jetzt eine Dachmarke und Stringenz verleihen. Den Veloster unter diesen Vorzeichen auf den amerikansichen Markt zu beschränken – obwohl sich die Marke auf den Nürburgring bezieht – wäre beinahe fahrlässig.

Bislang kein Topseller

Hyundai veloster N Detroit NAIAS
© Bild: Hyundai

Andererseits waren die Verkaufszahlen des Wagen auch aufgrund des eigenwilligen Türkonzeptes(zwei Türen auf der Beifahrer-, eine auf der Fahrerseite) nie berauschend. Die jetzt präsentierte zweite Generation präsentiert sich mit einer abgesenkten Dachlinie, mittigen Endrohren und schärferen LED-Scheinwerfern.

Eine Modernisierung, die sich im Innenraum fortsetzt. De rkommt deutlich aufgeräumter und wertiger daher und kann grundsätzlich alles, was von einem Fahrzeug dieser Klasse erwartet wird in Sachen Konnektivität oder intuitiver Bedienung.

Wirklich Freude verbreitet aber die angesprochene Variante Hyundai Velsoter N – hier werkelt, wie schon im Hyundai i30N Performance, ein Turbovierzylinder mit 275 PS unter der Haube. Da sich dieses Fahrzeug an Puristen richtet, muss die Kraft hier händisch per manueller Sechsgangschaltung ausverhandelt werden.

Hyundai veloster N Detroit NAIAS
© Bild: Hyundai

Hyundai meint es ernst

Der Hyundai i30 konnte sich in den vergangenen Jahren als ernsthafte Alternative zum VW Golf etablieren und macht dem Klassenprimus seitdem das Leben schwer. Der Aufbau der Marke „N“ war da nur folgerichtig, um endlich auch den GTI-Modellen etwas entgegen zu setzen. Und schon die ersten Ausfahrten zeigen, dass Hyundai kompromisslos an das Thema rangeht. Gaspedalkennline, Dämpfer, ESP, das elektronisch gesteuerte Sperrdifferenzial, der Klappenauspuff, Lenkunterstützung und Rev-Matching lassen sich individuell einstellen.

Wieder zurück auf der Straße entspannt sich der Wagen allerdings wieder. Was auch dringend nötig ist. Denn die Spreizung zwischen der sportlichsten und der komfortabelsten Einstellung ist enorm und der Rennstrecken-Modus absolut nicht tauglich für den Alltag zwischen Stau, Ampelphasen und Schlaglöchern. Selbst ein Sperrdifferential gibt im Hyundai i30N, was zeigt, dass halbe Sachen nicht der Anspruch der Koreaner sind.

Hyundai veloster N Detroit NAIAS
© Bild: Hyundai

Traut euch!

Wir hoffen, dass der Veloster N seinen Weg nach Europa findet. Gerne auch als limitiertes Sondermodell. Sonst entziehen wir unsere Liebe und verlangen die Nürburgring-Reminiszenzen zurück.

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