Testbericht: Hyundai Santa Fe

Frischzellenkur für Hyundais mittleres SUV, jetzt noch näher dran am Kia Sorento.

01.02.2010 Autorevue Magazin

Bei neuen Autos ergeben sich oft ganz banale Fragen, die geklärt werden wollen. So auch, oft gehört, beim Santa Fe: „Ist der nicht gerade vom iX55 ­abgelöst worden?“ Nein, er markiert die Mitte in der SUV-Modellpalette von Hyundai, welche unten demnächst durch den iX35 und oben vom iX55 abgegrenzt wird. Und ihm ist soeben ein umfassendes Facelift widerfahren, was ihn ­wieder auf die Höhe der Zeit bringt. So viel zur Einordnung.
Optisch äußert sich die ­Modellpflege vor allem am Kühlergrill und an den Beleuchtungseinheiten, interessanter wird es bei der Technik. Darum einsteigen, losfahren: Problematisch ist es leider, eine geeignete Sitzposition zu finden. So lässt sich der Fahrersitz nur aus recht hoher ­Position noch höher stellen, was dazu führt, dass man auf dem Auto und nicht im Auto sitzt. Wobei man sich an die erhabene Stellung leichter ­gewöhnt als an die arg vorgerückten Kopfstützen, die einen bei aufrechter Lehnenhaltung in die Verbeugung zwingen.
Aber das war’s auch schon wieder mit Nörgeln. Die positive Überraschung offenbart sich nämlich beim Fahren. Der neue 2,2-Liter-Dieselmotor (ident mit dem des Kia Sorento, siehe Seite 60) reißt dank 197 PS und 421 Nm nämlich heftig an, und es ist erstaunlich, wie flink sich die knapp zwei Tonnen damit beschleunigen lassen. Der Allrad­antrieb schaltet sich bei Bedarf vollautomatisch zu – und das recht unauffällig.
Das Fahrwerk zeigt sich zwischen angenehm straff und komfortabel, erst wer sportlichen Unfug provoziert, wird merken, dass in der Tiefe noch Platz für Feinschliff wäre – was auch für das Lenkgefühl gilt. Doch das gehört ohnehin nicht zur Domäne eines SUV.
Sonst? Tadellos angerich­tete Armaturen, in der üppigen Premiumausstattung ein einfach zu bedienendes Audio­paket mit AUX- und USB-­Anschluss, das wir uns so ­überall wünschen würden.

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