Hyundai Santa Fe Exterieur Front
Der Weg nach oben und vorne.
 

Vorstellung: Hyundai Santa Fe

Eine Marke geht weiter beharrlich ihren Weg nach oben. In dieser Folge: Mehr Design und Qualität im SUV.

29.05.2012 Autorevue Magazin

Man darf es ruhig so pauschal sagen: Im Hyundai Santa Fé stecken die Wurzeln der koreanischen Erfolgsgeschichte, zumindest in Europa. Die erste Generation traf vor mehr als zehn Jahren ein, es war das ­erste Hyundai-Modell mit ­einem wirklich schlüssigen Kaufargument, indem es einen goldenen Schnitt aus Alltagstauglichkeit, Platzangebot und Bestpreis-Ambitionen bot, als SUVs in Europa noch eine ­teure Luxus-Spielerei waren. Das Design haben wir völligzu Recht vergessen.

Die zweite Generation ab 2006 setzte genau da an und fügte sich nunmehr nahtlos in den hiesigen Geschmack. Teilt man die SUVs nach ihrer Länge ein, lag der Santa Fé Nummer 2 in einer attraktiven Lücke zwischen X3 und X5 bzw. Q5 und Q 7, das alles bei moderater Preisgestaltung.

Der Neue darf jetzt durchaus selbstbewusst und akzentuiert auftreten. Im Windschatten des unter Peter Schreyer aufstrebenden Kia-Designs wurde auch die Konzernmutter Hyundai mitgezogen, und das hat der Marke gut getan: Alle Neuerscheinungen der letzten Zeit – ix35, i40, i30 – gehören zu den fescheren Vertretern ihrer Klassen, und da lässt auch der Santa Fé nichts anbrennen. Schon alleine, weil er nun, gleichzeitig breiter und niedriger, dem Klassentrend zur Versportlichung folgt.

Hyundai Santa Fe Innenraum Fond

Da der Santa Fé das allgemeine Längenwachstum der Klasse nur marginal mitmacht (plus zwei Zentimeter), wird der Neue nun viel näher bei der SUV-Mittelklasse als bei den schweren Hämmern liegen. Was aber an der günstigen Preisposition nichts ändern dürfte. Genaue Zahlen stehen zwar noch nicht fest, es wird aber wohl auch in Zukunft ­zumindest in der Gegend von 30.000 Euro losgehen müssen (derzeitiger Abverkaufskampfpreis: 27.990 Euro).

Trotz stagnierender Außenlänge geht sich vorne und ­hinten mehr Beinfreiheit aus (38 bzw. 45 mm), auch wächst der Kofferraum auf 534 Liter. Wesentlicher wird der auffällige Qualitätsschub sein, der beim ersten Probesitzen zu beobachten war. Egal, ob Cockpit, Schalter, Sitze oder Schließgeräusche: Viel fehlt da nicht zu den deutschen Premiums. Dazu kommen dann noch nette Ideen wie ein eigenes Fach für die ­Gepäckabdeckung im Kofferraumkeller. Und natürlich wird auch eine Breitseite an Assistenzsystemen abgefeuert, vom adaptiven Tempomat bis zur Einparkhilfe. Versprochen werden ein satteres Feedback bei höheren Geschwindigkeiten und – wichtig für viele Santa-Fé-­Kunden – ein verbessertes Fahrverhalten im Hängerbetrieb.

Das Antriebsangebot bleibt in etwa dort, wo es schon bisher war: Den Einstieg liefert ein 2,4-Liter-Benziner (nun mit 193 statt 174 PS). Der Zweiliter-Commonrail-Diesel erfüllt Euro 6 und bleibt bei 150 PS. Darüber liegt der 2,2-Liter-­Diesel mit nun 200 PS, dessen Verbrauch gesenkt werden konnte, sodass er nun auf nur 145 g CO2 kommt. Wie gewohnt wird es für die beiden schwächeren Modelle auch Frontantrieb geben, für die ­beiden stärkeren eine 6-Gang-Automatik – das alles ab Spätsommer. Ein paar Monate später wird der Santa Fé in die Verlängerung gehen. 10 cm mehr Radstand sollen vor allem mehr Platz in der dritten Sitzreihe bringen.

Mit unserem Autopreisrechner alle Preise für Neu- und Gebrauchtwagen gratis berechnen!
Mehr zum Thema