Kia pro_cee'd 1,6 CRDi xR stat vorne
Fährt kritikfrei in die Menge: Kia Cee'd
 

Testbericht: Hyundai pro_cee’d

Der Kia pro_cee’d als Beispiel eines perfekten Kompakten.

24.04.2011 Online Redaktion

Es ist unfair, im Winter Autos zu testen, denen vom Hersteller ein Spritsparfähnchen umgehängt wurde – die meisten verbrauchsreduzierenden Maßnahmen greifen bei niedrigen Temperaturen nämlich nicht oder nicht ganz. So kommt es, dass beim 115 PS starken Kia pro_cee’d mit Start-Stopp-Automatik am Ende 6,5 Liter pro 100 km in unserem Fahrtenbuch standen. Das ist zwar kein skandalöser Wert, aber man hat das Gefühl, dass man im Sommer mit weniger auskommt (Tendenz: deutlich unter sechs Liter). Und das ohne ­Verzicht im Alltag: Der Dieselmotor bietet Kraft in allen Lebens­lagen und kommt zudem sehr fein von der Kupplung. Die Klangkulisse bleibt dabei eher rustikal, einer von nur wenigen Kritikpunkten an diesem Auto.

Wir erleben hier nichts weniger als vollendete Alltagstauglichkeit: Die Ergonomie ist perfekt bis in die Fensterhebertasten, das optionale Touchscreen-Navigationssystem ist vom Fleck weg verständlich, und die Sitzposition passt auch für groß gewachsene Menschen (nur die Sitze selbst dürften etwas länger und höher sein). Der verbaute Ausblick nach hinten ist der sportlichen Linie geschuldet, Abhilfe schafft die Rückfahrkamera (1.000 Euro im Paket mit dem Navi) oder der Griff zum dezenter gestalteten Fünftürer (plus 500 Euro). Die Aufpreise sind verschmerzbar angesichts der fairen Tarifgestaltung: Wir fuhren das Topmodell xR, das mit allen verfügbaren Extras 24.790 Euro kostet. Wieso jemand für einen vergleichbaren Highline-Golf gut 3.600 Euro mehr ausgibt, muss man uns schon sehr genau erklären.

Interessant ist, dass der Kia cee’d ebenso wie der Golf offen sein will für alle automobilen Neigungsgruppen: Hinter dieses Volant passt eine smarte Managerin ebenso wie ein sportlicher Jungvater.

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