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Testbericht: Hyundai ix20

Dieser Wagen weist jegliche Kritik zurück, und zwar auf sympathische Art.

16.12.2010 Autorevue Magazin

Es kann hier ja nicht vorwiegend darum gehen, Eitelkeiten zu bedienen, es geht in erster Linie darum, Funktion zu bieten. Aber wir sehen eines immer genauer: Hyundai ­bemüht sich mit stetig zunehmendem Erfolg, nicht nur gute und praktische Autos zu bauen, sondern uns auch mit ansprechenden Details zu locken.

Da geht es nicht bloß um die eine oder ­andere Blende oder irgend­welchen Schnickschnack, sondern ums Ganze. Der ­Innenraum bietet unaufgeregtes, ­sauberes Design frei von Spielereien und vermittelt ­einen hochwertigen Eindruck. In Sachen Wohlfühlen können wir dem iX20 schon mal eine gute Note geben. Und so geht es auch weiter.

Während die Konkurrenz in dieser Klasse überwiegend nur fünf Gänge bereithält, gibt es hier sechs, und sie sind gut zu rühren. Der Motor ist ohne Weiteres in der Lage, bei niedriger Drehzahl und folglich niedrigem Geräuschniveau durchgehend in der Sechsten über die Autobahn zu schnüren. Auch der Wind bleibt unauffällig. Interessant die Lenkung: Sie ist auffällig leichtgängig, ohne den Gedanken an zu wenig Präzision aufkommen zu lassen. Und noch ein Lob dem Wendekreis. Er liegt mit 10,4 Meter ungefähr einen halben Meter unter dem der Konkurrenz. Das erleichtert das Leben mindestens einmal täglich, jedenfalls im Stadtgewusel.

Im Unterschied zu den ­ersten Versuchen, das Van-Format in die unteren Fahrzeugklassen zu übertragen, handelt es sich hier weder um einen aufgepumpten Klein­wagen noch um eine infantil­originelle Interpretation des Themas viel Auto für wenig Geld. Und man darf den ­großen Worten gerne ein ­wenig Glauben schenken, wenn es da bei Hyundai heißt: „Das Design steht für fließende ­Linien und für eine spannungsvolle Dynamik.“ Nicht zufällig wirkt der Wagen sehr euro­päisch. Das Design kommt aus der Europazentrale in ­Rüsselsheim, produziert wird er im tschechischen Nosovice.

Der Hyundai iX20 ist tatsächlich ein durchgehend schlüssiges Autos, im Raumkonzept wie in der Ergonomie. Im Gegensatz zu anderen Klein-Vans lässt sich hier das Lenkrad auch der Länge nach verstellen. An den Rücksitzen ist selbst die Lehnenneigung justierbar. Der Kofferraum-Klappmatismus erweist sich als leichtgängig.

Fahrdynamisch wollen wir „Chapeau!“ rufen. Kein ungebührliches Schwanken und Wanken begleitet uns in kurvenreichen Passagen und auf Autobahnauffahrten. Der Motor liefert gefühlt mehr als 90 PS, allerdings bricht das Drehmoment bei niedriger Drehzahl schlag­artig zusammen, da sollte man dann doch bald den rechten Gang parat haben.

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