Hyundai ix20 dyn VoLi
Kritik perlt ab wie auf Teflon
 

Vorstellung: Hyundai ix20

Knallhart an der Praxis kalkuliert: Der ix20 ermöglicht allürenfreie Fortbewegung.

07.12.2010 Autorevue Magazin

Nähert man sich dem Thema Auto vernunftorientiert und pragmatisch, wird man wohl ziemlich rasch bei einer Art Van landen. Oder im Neusprech: MPV, was für Multi Purpose Vehicle, also Mehrzweckauto steht. Bei Hyundai hieß der Beitrag in dieser Liga bislang Matrix, und schon der vermochte einiges über die Philosophie der Marke auszusagen: Wir orientieren uns an den Märkten, an dem, was sich der Kunde wünscht. So kam damals das Design von Pininfarina (das dennoch eher nicht als großer Wurf in die Geschichte eingehen wird), der Matrix verfügte über eine aufwendige Mehrlenkerhinterachse (von der im wahren Leben eigentlich gar nichts zu merken war) – aber immerhin, die Richtung hat gestimmt, der Wille war da, auch wenn das Resultat noch nicht ganz rund war.

Richtig am Ziel angekommen ist Hyundai jetzt mit dem ix20, der auf Anhieb stimmig wirkt. Mit einer Länge von 410 cm spielt er in der Liga der Kleinvans von Nissan Note, Kia Venga (mit dem er auch technisch eng verwandt ist), Renault Modus und Opel ­Meriva. Mit seiner Höhe von 160 cm geht sich schon ein tolles Raumgefühl aus, und auch als Passagier hinten braucht man kein Verhandlungsgeschick mit dem Fahrer – es passt auch, wenn vorne ein Langer sitzt. Dazu trägt mitunter die clevere Rückbank bei, die sich in der Länge verschieben und – logisch – geteilt umlegen lässt. Der Kofferraum beherbergt im Übrigen einen einhängbaren Ladeboden, der die beim Umlegen der Sitze entstehende Stufe kaschiert. Anders betrachtet könnte man auch clever dazu sagen, da man durch das Absenken des Bodens einige Liter an Lade­volumen gewinnt.
Überhaupt weht praxisorientierter Wind durchs Auto, ohne dass man der Biederkeit verfallen wäre. Ablagen gibt es allerorts, auch die Ergonomie gibt keine Rätsel auf. Es findet sich jeder Schalter dort, wo man ihn auch vermuten würde, trotzdem geht sich pfiffiges Styling aus.

Die Preisliste wird für den ix20 (das x steht hier übrigens nicht wie sonst bei Hyundai für einen Gatschhupfer, sondern für Crossover) bei rund 16.000 Euro beginnen, dafür fällt die Grundausstattung schon recht üppig aus.

An den Start geht der ix20 mit vier Motoren, die allesamt auf dem Papier moderate Verbräuche ausweisen. Die Benziner sind top, was die Laufkultur angeht, dennoch fühlt man sich mit den drehmoment­stärkeren Dieseln souveräner unterwegs. Benziner mit Aufladung, die mittlerweile für den letzten Stand der Technik stehen, gibt es (noch) nicht. Diesel bringt zwar durch die verhaltene Geräuschdämmung ein leichtes Nüssemahlen mit sich – aber das ist Jammern auf hohem ­Niveau, denn dank Common-Rail-Einspritzung geben sich die Aggregate zivilisiert.

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