Hyundai i30 1,6 CRDi Premium heck seite
VERTRAUTER ANBLICK, 500 Stück im Monat werden im Schnitt verkauft.
 

Dauertest-Zwischenbericht: Hyundai i30 1,6 CRDi Premium

Nach sieben Monaten Hyundai i30 im Autorevue-Möbelfaktatest lässt sich sagen: Man merkt ihm sein Alter nicht an.

18.09.2013 Autorevue Magazin

Die Kollegen sagen zum Beispiel: „Für einen Diesel eh ­leise.“ Oder: „Super auf der Autobahn.“ Oder: „Die Sitze taugen mir.“ Und: „Ausreichend Ablagen – mal was anderes.“ Und sogar: „Ich hasse Handschaltung. Aber die ist okay. So geschmeidig.“

Innen: wohnfühlen.

Um knapp 23.000 Euro – vor Rabatt – gibt der Hyundai i30 in unserer Premium-Ausstattung ziemlich gute und umfassende Mobilität ab. Mit seiner Länge von vierdreißig ist er in der parkplatzarmen Stadt gerade noch brauchbar, und für schnellere Geradeausstrecken ist das wiederum nicht zu kurz. Sagen wir so: Die Größe dieses Autos außen wie auch innen deckt einen großen Geschwindigkeits- und Streckenlängenbereich ab. Die einzige Einschränkung, die man vorne hat, ist die schmale Mittelkonsole, die uns vom Beifahrer nur so halbwegs entfernt, aber das geht bei einem 1,8 Meter breiten Auto halt nicht anders. ­Dafür ist diese Mittelkonsole reich an Ablagen, Becherhaltern und Infotainment-Schnittstellen. Gäbe es statt der Sechsgangschaltung auch noch eine Automatik mit Bedienhebelchen beim Lenkrad, hätten zwei weitere Ablagen Platz, aber so viel Luxus hat nicht einmal ein Maybach.

Hyundai i30 1,6 CRDi Premium sitze

Nach gut sieben Monaten im Betrieb ist das Schlimmste, was wir über den i30 sagen können, dass die Fußmatten voll mit Mist sind. Es gab natürlich keine Zwischenfälle und niemanden, der sich dem Auto verweigert hätte (solche Fälle gibt’s, glauben Sie es!). Im Fahrtenbuch finden sich nicht nur Einträge nach Art von „Grandioses Fahrwerk, scheint nie überfordert“, sondern auch echt weit entfernte Destinationen wie Bregenz und sogar ­Venedig (Ausland seit 1866). Wenn man bedenkt, dass meistens auch dicke Staats­wagen und schneidige Sport­autos zur Verfügung stehen würden, ist das ein sehr schönes Kompliment an den Hyundai.

Kleine Schwäche zur kalten Jahreszeit.

Jetzt, wo es kälter geworden ist, fällt eine kleine Schwäche allerdings ein wenig stärker auf, nämlich das Knuspern des Diesels vor allem beim Starten und eine Zeitlang danach. Nach ein paar Minuten und auch bei
höherem Tempo löst sich das Nageln aber eh in der allgemeinen Geräuschkulisse auf.

Der Verbrauch stand nach wenigen Testwochen bei 6,2 Liter, wir schätzten damals, das würde sich noch einbremsen. Jetzt haben wir uns bei 6,2 Liter eingebremst. Wohl mit deutlich mehr Stadt als übers Land und sehr oft nur kurzen Fahrten. Aber so ist halt das durchschnittliche Bewegungsprofil der Menschen, und beim Tanken geht es nicht darum, was theoretisch möglich ist, sondern darum, was tatsächlich getrunken wurde. Man muss mit sechs Litern also rechnen.

Hyundai i30 1,6 CRDi Premium scheinwerfer

Diese Zwischenbilanz fällt insgesamt positiv aus.

Man kann den i30 sozusagen ­weiterempfehlen, und zwar solchen Menschen, die auf ­gepflegte Fortbewegung mit ­vertretbaren Kosten Wert ­legen und dem Praktischen großen Wert beimessen. Dass es dabei außen wie innen nur jene Art von sogenanntem ­Design gibt, die in Asien gerade für modisch gehalten und die einem in fünf Jahren schon zum Hals herauswachsen wird, ist in diesem Zusammenhang fast egal (wir wissen, das Auto wurde in Rüsselsheim designt, aber macht’s das besser?).

Was jetzt noch herauszufinden ist: Heizt der i30 ordentlich, kommt er bei Schnee gut vom Fleck, arbeiten die Scheibenwischer auch bei winterlichem Schweinswetter und wird das Auto nach drei finsteren Monaten immer noch wie neu aussehen? Und warum steht im Fahrtenbuch: „Innenraum stinkt erheblich nach Alkohol“? Alles darüber im Frühling.

HIer finden sie den Dauertest-Abschlussbericht zum Hyundai i30.

 

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