Hyundai i30
Alles in allem ein gelunge Weiterentwicklung.
 

Vorstellung: Hyundai i30

Eine erste Runde mit jenem Kompakten, über den sich sogar VW-Chef Martin Winterkorn wundert.

30.12.2011 Online Redaktion

„BMW kann’s nicht, wir können’s nicht – warum kann’s der?“ VW-Chef Martin Winterkorn auf der IAA im neuen i30. Ein Youtube-Video mit mehr als 1,5 Mio. Aufrufen als beste PR für Hyundai und ­Beweis dafür, dass deren ­Qualitätsanspruch kein Lippenbekenntnis ist.

Die Aufholjagd der Koreaner ist mittlerweile zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen geworden. Das merkt man vor allem daran, dass der i30 neben den feinen Materialien und der ­tadellosen Bedienbarkeit nun auch diese Unantastbarkeit an Bord hat, die den Golf so unterkühlt und distanziert wirken lässt. Auch der Hyundai rührt uns nicht, aber nicht auf die „Eh-nur-ein-Koreaner“-Art, sondern mit einem sou­veränen Perfektionismus, der keinen Platz lässt für Schmäh und Schrulle. Er steht über den Dingen, anstatt uns bloß zu Füßen zu liegen. Der Habitus dieses Autos ist nunmehr sehr deutsch geworden.

Hyundai i30

Auch unterwegs: der 128- PS-Diesel ist fast bis zur Unkenntlichkeit weggedämmt und hat mit dem kompakten Fünftürer leichtes Spiel. Das 6-Gang-­Getriebe ist leicht­gängig und präzise, eine adaptive Lenkung mit drei wähl­baren Modi (Comfort, Normal, Sport) wird gegen Aufpreis ­erhältlich sein. Auf der innerstädtischen Testroute konnten wir die Unterschiede leider nicht feststellen.

Schon der von uns gefahrene Prototyp war von tadelloser Qualität, den Preis für das schönste Material gewinnen hier die Fußmatten, eine feine Mischung aus Flausch und ­Sisal. Die Platzverhältnisse sind ausreichend, aber nicht überschwänglich. Wer ein ­Panoramadach bestellt, sollte die großen Mitfahrenden eher vorne unterbringen. Bemerkenswert ist der flache Wagenboden im Fond, leider ragt die Mittelarmlehne weit nach hinten, der Fußraum für den dritten Passagier ist damit beinah obsolet. Die Rückbank lässt sich flach in den Boden falten, die entstandene Luke dürfte zu den größeren im ­Gewerbe zählen. Genaue ­Daten zum Gesamtvolumen stehen noch aus.

Der i30 wird im März nächsten Jahres auf den Markt kommen, bis dahin werden auch die Preise feststehen. Sechs Motorvarianten werden angeboten, die Aggregate sind im Wesentlichen aus dem Vorgängermodell bekannt. Ein Kombi ist in der Pipeline, dessen Marktstart ist allerdings noch nicht festgelegt. Hyundai verweist auf die nächsten großen Automobilsalons in Genf und Paris.

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