hyundai i10 premium weiß 2014 front vorne
Ein feines kleines Auto, das alle Alltäglichkeiten würdig meistert.
 

Testbericht: Hyundai i10 Premium 1,25

Warum Türschnallen manchmal das Wichtigste sind an einem Auto? Weil unsere Hände mehr wissen als unsere Augen.

31.01.2014 Autorevue Magazin

Der neue Hyundai i10 packt einen beim Türeaufmachen. In der Türschnalle scheint sich die ganze Hübschheit des frischen Designs zu bündeln und per Hautkontakt in die Blutbahn des Fahrers einzutreten. Das ist raffiniert. Der solide Chromtürgriff sagt liebevoll: Premium, und die Botschaft wird ohne viel Aufhebens sofort ver­innerlicht.

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Hyundai i10: Klein, klug, kostenfreundlich

Man ist also in positive Stimmung gebracht. Ein Effekt, der bei jedem Einsteigen frisch erzeugt wird, zunehmend ­weniger bewusst, aber das Grundgefühl ist da. Klein, klug, kostenfreundlich – so kann man sich den Alltag durchaus angenehm gestalten. Der i10 ist jetzt ein bisschen größer als bisher, gerade so viel, dass die neue äußere Länge und Breite nicht stören, innen aber alles luftiger und geräumiger wirkt. Hinten haben auch Erwachsene hinter Erwachsenen Platz und Kinder ohnehin. Der Kofferraum ist groß genug für einen vernünftigen Tageseinkauf oder kleines Fluggepäck, viel mehr erwartet aber auch niemand von einem Kleinwagen. Die Option der umgelegten Sitze gibt es zur Not ja auch. Und für kleine Stadtfluchten reicht der i10 in Ausnahme­fällen ebenfalls durchaus. Das Fahrwerk (vorne Einzelrad­aufhängung, hinten Verbundlenkerachse) trägt genauso sauber über Autobahn und Landstraße, wie es städtische Frostbruch- und Kanaldeckel-Herausforderungen nimmt. Man spürt, dass sich Hyundai bemüht, vernünftig einfach gehaltener Technik möglichst gute Ergebnisse zu entlocken.

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Der 1,2-Liter zeigt Stop-and-Go Schwächen auf

Was bei Fahrwerk und ­Lenkung gut gelingt, bei der 1,2-Liter-Version aber an den ­systemischen Schwächen scheitert. Etwas ungläubig liest man in den Papieren von 87 PS, von denen sich gefühlt ein Drittel vor der Arbeit zu drücken scheint, was vor allem an den leichten Anfahrschwächen liegt, die der Vierzylinder-Benziner vor allem im städtischen Stop-and-Go zeigt. Die maximale Leistung liegt bei 6000 Touren, die Menschen mit akustischem Feingefühl eher nicht erreichen wollen. Sich im Verkehr vernünftig zu behaupten, bringt schon einen Verbrauch von knapp 7 Liter.

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Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beim i10 wohl geraten: Für knapp 13.000 Euro ­bekommt man ein feines kleines Auto, das alle Alltäglichkeiten würdig meistert (Einparkhilfe hinten) und dazu auch noch fesch und gleichermaßen ernst zu nehmend wirkt. Und als Option gibt’s Dinge, die manch ein Premiumauto nicht kann: Lenkradheizung zum Beispiel (Winterpaket für 300 Euro).

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