Hyundai i10 1,1 Life dyn voli
 

Testbericht: Hyundai i10

Knapp kalkuliert und trotzdem sympatisch. Oder gerade deshalb.

20.04.2011 Autorevue Magazin

Nach zweieinhalb Jahren erfuhr der kleinste aller Hyundais ein Facelift, das in der Tat nur das Gesicht betrifft: Neue Scheinwerfer und Nebelleuchten, ein bissl was am Grill (er wurde schmäler) und ein anders eingebettetes Logo ­verjüngen das Bild und erhöhen die optische Konkurrenzfähigkeit des Autos in einem Umfeld, in dem es vordringlich allerdings um was anderes geht: Preis-Leistung.

Auf diesem Gebiet wiederum lässt niemand was anbrennen, und wo die Decke unten lang ist, ist sie oben dafür kurz. Beispiel ­Citroën C1: Mit 68-PS-Benziner kostet die bessere von zwei Ausstattungsvarianten so viel wie der einfachste i10, und in jedem Fall ist ESP serienmäßig. Beim Hyundai wiederum gibt’s für die einfachste Version ESP gar nicht, für die beiden anderen nur als Aufpreis-Extra (525 Euro). Andererseits ist der Citroën um 15 cm kürzer, was in der Klasse des knappest kalkulierten Raumes Welten sind. Man sieht: geschenkt ist nichts.

Im Grunde folgt daraus, dass man hier grundsätzlich ein bissl was investieren muss, um komplett dazustehen. Also eben das Geld fürs ESP, dann noch 390 Euro für Seiten- und Kopf­airbags, das wär’s eigentlich eh. Wer besonders gepflegt unterwegs sein will, greift zur Automatikversion, die kostet allerdings 1.400 Euro mehr.

Wenn wir so weit sind, ist der Hyundai i10 ein ziemlich erwachsenes Auto im Kleinformat, in dem man sogar hinten gut sitzen kann. Versteht sich, dass er bei höheren Umdrehungs­zahlen klingt wie ein Staubsauger in Panik. Ansonsten geht uns nichts wirklich ab, und mit 3,58 Meter Länge ist man parkplatzmäßig piekfein aufgestellt, in der Stadt geschmeidig wie eine Katze, überland schnell genug, auf der Autobahn froh, wenn man wieder abfahren darf. Insgesamt: sehr brauchbar.

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