Hyundai Genesis dyn voli
Genesis, Nachfolger des Tiburon: Wer hätte das gedacht?!
 

Vorstellung: Hyundai Genesis

Hyundai schuf den Genesis – ein Coupé mit Heckantrieb. Gott sei Dank.

24.04.2011 Autorevue Magazin

Es ist ja jetzt nicht so, dass man bei Hyundai sofort an ­etwas Hochemotionales denkt. Dort gibt’s zwar grundsolide Ware in vielen Klassen, aber diejenigen, die beim Auto­fahren nicht an die reine Fortbewegung, sondern an den ­puren Fahrspaß denken, mussten leider anderswo vorstellig werden. Bis jetzt.

Erlösung kommt in Form eines Coupés namens Genesis, das über klassische Gene verfügt: Frontmotor, dazwischen ein 2+2-Gehäuse, hinten der Antrieb. Der Genesis wurde im Frühjahr 2009 auf dem amerikanischen Markt eingeführt und hat es nun nach einer kleinen Verzögerung nach Europa geschafft.

Mit 4,60 Metern ist der ­Genesis um 30 Zentimeter länger als der Nissan 370 Z – auf den ersten Blick der härteste Kontrahent. Die Basisvariante wird von einem 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 213 PS ­befeuert, womit Hyundai auch die kleinere Konkurrenz ins Visier nimmt. Erst darüber rangiert ein 3,8-Liter-V6-Sauger mit 303 PS, der durch Laufkultur und Sound überzeugt.

Besonders freut uns, dass sich wieder ein Hersteller über Heckantrieb drübertraut. Da Hyundai (in den USA) zwei heckgetriebene Limousinen
im Programm hat, war keine ­kostenintensive Neukonstruktion nötig. Im Zusammenspiel mit der serienmäßigen Torsensperre geht sich damit jederzeit verquerter Unfug aus. Das Fahrwerk ist grundsätzlich sportlich abgestimmt, eine gewisse Seitenneigung entlarvt dann aber doch die tendenziell softe, amerikanische Auslegung, die auf der Langstrecke gewiss niemanden stören wird.

Innen gibt’s bequem Platz auf den gut ausgeformten vorderen Sportsitzen, und hinten ist sofort klar, warum der Genesis als 2+2 Sitzer tituliert wird. Ein wenig mehr Pep ­hätten ­wir uns für das Armaturenbrett ­gewünscht, das uns verglichen mit dem aufregenden Äußeren recht kalt lässt. Immerhin ist Leder beim V6 serienmäßig, für den Turbo um schlanke 890 Euro zu ­haben.

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