Endlich, der Honda NSX! Oder?

So sieht er also aus, der neue Honda NSX. Der japanische Autobauer hat zielsicher auf der NAIAS 2015 seinen Sportler ausgepackt. Was fehlt, sind die technischen Angaben.

Veröffentlicht am 13.01.2015

Drei Jahre ist es her, seit Honda den neuen NSX erstmals gezeigt hat. Drei lange Jahre, immer wieder wurden wir mit kleinen Häppchen an neuen Informationen, hier ein Detail, da ein Bild gefüttert. Dass der NSX ein Hybrid-Auto sein wird, das war schon lange klar, es gibt einen V6-Doppelturbo, mittig eingebaut, dazu drei Elektro-Motoren.

Rekord für den neuen Honda NSX

Allradantrieb wird er haben (logisch, bei so vielen Elektro-Motoren), geschaltet wird über ein 9-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (das ist neuer Rekord). Doch auch auf der NAIAS in Detroit, wo der Honda unter dem Luxuslabel Acura seine Weltpremiere erlebte, wollten die Japaner keine weiteren Zahlen nennen, keinen Hubraum, keine Leistungsangaben, kein Gewicht, keinen Verbrauch. Das muss man nicht verstehen, oder?_Honda-NSX (10)

Es riecht nach Rennsport

Ein paar technische Leckerbissen werden aber schon vermeldet, einmal abgesehen vom 9-Gang-DKG: Trockensumpfschmierung, wie sich das für einen anständigen Sportwagen gehört. Und der V6-Doppelturbo ist in einem Winkel von 75 Grad konstruiert, das riecht fein nach Rennsport. Und kompakten Abmessungen.

Trotz und dank Hybrid-Technik

Der neue NSX, der erst 2016 zu kaufen sein wird, basiert auf einem Alu-Rahmen, der auf einem Kohlefaser-Boden verankert ist; die Karosserieteile des in den USA produzierten Wagens bestehen aus Alu und einem neuen, besonders leichten Verbundwerksstoff namens SMC. Spekulation? Etwa 1.400 Kilo, trotz Hybrid-Technik. Und deutlich über 500 PS, dank Hybrid-Technik._Honda-NSX (5)

Einer der Besten, der je aus Japan kam

Im Vergleich zur Studie ist der NSX ein wenig gewachsen, er misst jetzt 4,47 Meter in der Länge, 1,94 Meter in der Breite, 1,21 Meter in der Höhe – das ist erfreulich kompakt. Und kaum ausladender als der ursprüngliche Honda NSX. Der ja ein wunderbares Fahrzeug war, in Europa leider etwas unterschätzt – und doch etwas vom Besten, was je aus Japan kam. Über das Design konnte man sich streiten, doch technisch war das ganz großes Theater ab 1990, quasi vollständig aus Alu, erste Zahnstangen-Servolenkung, Pleuel aus Titan, Zündkerzen mit Platin. Der 3-Liter-V6 mit seinen zu Beginn 270 PS war eine Drehorgie – und das Fahrverhalten nicht nur allgemeinverträglich. Das dürfte sich beim neuen Modell deutlich verbessert haben, auch weil es da alle nur erdenkliche elektronischen Helferlein geben wird. Sie ist also doch da, die Vorfreude.

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com


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