Honda CR-Z Hybrid 1,5 V-TEC GT Testbericht
Es braucht seine Zeit, bis man den CR-Z verstanden hat.
 

Testbericht: Honda CR-Z Hybrid

Es braucht seine Zeit, bis man den CR-Z verstanden hat. Aber dann geht wirklich was ab.

05.06.2013 Autorevue Magazin

Sofort eingängig wäre gewesen, den Honda CR-Z Hybrid als Nachfolger des legendären CRX zu sehen – vorzugsweise mit einem „Type-R“-Schild an der Heckklappe und einem mächtigen Ärmel zwischen den Rädern. Aber so? Mit seinem Mildhybrid hat er einige ratlos hinterlassen – zugegeben auch uns ein wenig.

Honda CR-Z Hybrid 1,5 V-TEC GT Testbericht

Das Kammheck sorgt für gute ­Aerodynamik.

Honda CR-Z Hybrid – pfiffiges Coupé

Räumt man aber sämtliche Vorurteile aus dem Weg und nähert sich dem CR-Z unbefangen, wird man ein cleveres kleines Coupé entdecken. Fährt man unter der Erwartungshaltung, mit dem schmächtigen Drehmoment eines Fünfzehnhunderters unterwegs zu sein, los, macht sich dauerhaft Staunen breit: 78 Nm wirft der E-Motor quasi ab Standgas ins Spiel, was sich anfühlt wie fein dosierter Turboschub ohne vorherigen Ladedruckaufbau. Oder auch (je nach Gesinnung): Abhauen wie ein Pfitschi-Pfeil.

Honda CR-Z Hybrid 1,5 V-TEC GT Testbericht

Jede Menge Knöpfe.

Über den weiteren Drehzahlbereich nimmt die E-Unterstützung ab, oben raus stemmt sich der Vierventiler in bewährter Honda-Qualität alleine gegen alle Fahrwiderstände: drehfreudig und laufruhig. Man kann getrost behaupten, dass der Honda CR-Z Hybrid seinem flotten Äußeren gerecht wird. Schön auch, dass das Zusammenspiel von Verbrenner und Elektromotor den Verbrauch zügelt. Wir waren im Schnitt mit 6,1 Litern dabei – nicht alleine ein Verdienst der vermutlich besten Start-Stopp-Automatik unserer Tage.

Honda CR-Z Hybrid 1,5 V-TEC GT Testbericht

Für eh fast alles.

Als käme der Honda CR-Z Hybrid aus Star Trek

Das Armaturenbrett wirkt besonders bei Dunkelheit, als wäre eine Star-Trek-Requisite verwertet worden – dennoch findet man sich schnell zurecht. Die linker Hand angesiedelten Schalter für die Fahrmodi eco, normal und sport sind eine nette Spielerei, im Alltag wird man sich zumeist im normal-Modus finden. Zumal man per Daumendruck mit der „S+“- Schnellfeuertaste am Lenkrad alle Muskeln anspannen kann.

Honda CR-Z Hybrid 1,5 V-TEC GT Testbericht

Überall. Wirklich.

Sonst? Feinfühlige, etwas leichtgängige Lenkung, untadelige Schaltung. Gute Sitze mit anständigem Seitenhalt vorne, die hintere Bank darf gern als Alibi verstanden werden. Plättet man die Rücklehne, eröffnet der Honda CR-Z Hybrid seriöse Transportmöglichkeiten. 583 Liter Volumen klingen nicht nach viel, sind aber dank annähernd quaderförmigem Raum (Kammheck!) nutzbar wie bei einem Kombi.

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