Testbericht: Honda CR-V

Ein Diesel mit etwas mehr Power hier, ein paar neue Leistchen und Stoffe dort: keine Neupositionierung, sondern die Zementierung der gehabten.

26.03.2010 Autorevue Magazin

In der Masse der mittelpreisigen SUVs mit ihrem mitge­lieferten Ausstattungs- und Motorendickicht bei optischer Verwechslungsgefahr ist es ­unmöglich, das objektiv beste Angebot herauszufiltern, ja auch nur das subjektiv beste.
Es bleibt als Kriterium die Markentreue. Ist man einmal aus irgendeinem Grund zum Beispiel in die Marke Honda hineingekommen, wird man, solange es keine größeren Enttäuschungen gibt, dabei bleiben. Und dann vielleicht einmal einen CR-V kaufen, und siehe, schon ist eine Produkt­entscheidung gefallen.

Auch hier sollten die Enttäuschungen ausbleiben, denn der CR-V versammelt auf ­hohem Niveau, was in dieser Preisregion gewünscht ist. Einen kräftigen 2,2-Liter-Diesel zum Beispiel, der dank solider Dämmung von nobler Akustik ist. Mit der sanften Fünfgang-Automatik ist der Motor in der Stadt ein guter Stressvermeider und auf der Autobahn ein ruhiger Bewältiger, der sich locker unter den Windgeräuschen der hoch­bauenden Karosserie wegduckt.

Wanken und Einknicken? Kaum vorhanden. Ein auffallend straff ausgelegtes Fahrwerk korrespondiert mit ebenso straff ausgelegten Sitzen und führt zu einer eher sportlich-knackigen Gesamtperformance, zu der sich noch die etwas schwergängige – also sportliche – Lenkung gesellt. Das ist nun doch eine Unique Selling Proposition des CR-V, die man mögen muss – und die denn wohl auch mehrheitsfähig ist. Nachteil: Kleine ­Belagsunebenheiten, vor allem Querrillen, werden ziemlich unverwässert an die Insassen weitergereicht.  Jüngst ließ Honda diesem Modell ein Facelift zukommen, das uns mitteilen soll: „Ich bin noch da.“ Wir reichen diese Aussage höflich weiter und präzisieren zudem: neue Stoßfänger, neuer Kühlergrill, andere Materialien im Innenraum, iPod und MP3, bessere Dämm-Materialien.

Wie kann man sich vom Durchschnitt abheben? Indem man zum Beispiel 3.390 Euro in das vernünftige Safety-Paket investiert (nur in der Variante Elegance): mit adaptivem Tempomat (hält den Abstand zum Vordermann), CMBS (Kolli­sions-Schutzsystem, das aber keine Vollbremsung bis zum Stillstand veranlasst, sondern nur fast) und adaptivem Kurvenlicht. Damit tut man nicht nur sich selbst was Gutes.

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