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GM-Manager: Elon Musk “redet Scheiße”

Ein General Motors-Manager hält Elon Musks Behauptungen bezüglich selbstfahrender Autos für unrealistisch – und nimmt im Gespräch mit australischen Journalisten kein Blatt vor den Mund.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 09.10.2017

Elon Musk behauptet, das neue Tesla Model 3 sei bereits mit der nötigen Hardware für vollautonomes Fahren ausgerüstet. Stimmt nicht, meint ein General Motors-Manager – und findet dafür drastische Worte: Musks würde “Scheiße reden”, so der Leiter der Abteilung für autonomes Fahren bei General Motors, Scott Miller, gegenüber australischen Journalisten.

Kameras und Radar laut GM-Manager nicht ausreichend

“Ich denke, dass er Scheiße redet” (“I think he’s full of crap”), zitiert der australische Sydney Morning Herald den amerikanischen Manager. Die Radartechnologie und die Kameras des Model 3 seien absolut nicht ausreichend, um ein Auto zum autonomen Fahren zu befähigen, so Miller weiter. “Zu sagen, dass man ein autonomes Fahrzeug der Stufe 5 [kein menschlicher Fahrer erforderlich, Anmk.] nur mit Kameras und Radar hinbekommt, ist technisch unmöglich. Ich denke, man benötigt dafür die richtigen Sensoren und die richtige Rechenleistung und Software.”

Vollautonome Autos erst in 10-15 Jahren am Massenmarkt

Auch das Geld spielt dabei eine Rolle. Zu einem vergleichsweise günstigen Preis wie Tesla ihn anbietet – das Model 3 ist in den USA ab etwa 35.000 US-Dollar erhältlich – könne ein vollautonomes Fahrzeug nicht realisiert werden, glaubt Miller. General Motors selbst ist noch meilenweit davon entfernt, die Kosten für ein entsprechendes System soweit zu senken, dass es in massentauglichen Fahrzeugen eingesetzt werden könnte. Erst in 10 bis 15 Jahren werde die Technologie so weit fortgeschritten sein, dass vollautonome Autos auf den Markt gebracht werden können, so der GM-Manager abschließend.


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