Ford S-Max fahrend
Der S-Max erhält eine neue Frontschürze.
 

Vorstellung: Ford S-Max und Galaxy

Kurz vor dem Start des neuen Sharan frischt Ford sein Raumfahrtprogramm gehörig auf.

18.05.2010 Autorevue Magazin

Bei der ersten Generation ­Galaxy, 1995, war man sich ja noch nicht so sicher, ob diese busartigen Pkw auch wirklich ein durchschlagender Erfolg würden. Deshalb kooperierte Ford damals mit VW. Zehn Jahre lang sollte die Liaison halten. In dieser Zeit ist das Marktsegment aber so breit und stabil geworden, dass 2005 ein eigener Van präsentiert wurde, diesmal auf Basis des Mondeo. Im Frühjahr 2006 schob man dann eine sportive Spielart nach, den S-Max.

Jetzt wurde das geräumige Doppelpack Galaxy/S-Max überarbeitet, um auch den ­Anforderungen der kommenden Jahre würdig und in zeitgemäßem Styling entgegen­zutreten. An die Oberfläche ging man in subtiler Detail­arbeit heran. Damit auch das jüngere Publikum versteht, was gemeint ist, nennt man diese Überarbeitung Ford kinetic Design Update.

Aber auch unter dem Blech gibt es substanziell Neues, das zuallererst im Galaxy/S-Max erscheint und dann sukzessive in andere Modellreihen ein­fließen wird. So etwa die neue EcoBoost-Motorenfamilie. Die erste Variante dieser neuen ­Motorengeneration in Voll­alu-Bauweise mit Benzin-Direkteinspritzung, ­variabler Turboladergeometrie und variabler Steuerung der beiden obenliegenden Nockenwellen schöpft 203 PS aus zwei Liter Hubraum. Damit verspricht man eine bis zu 20-prozentige Verbrauchseinsparung gegenüber den vergleichbaren Motoren der bisherigen Generation.

Was die Doppelkupplung betrifft, kam VW als Erster damit auf den Markt. Ford kann hier nur nachziehen, das macht man aber ziemlich entschlossen: Den neuen starken Benzinmotor wird es nur mehr mit Doppelkupplungsgetriebe geben. Damit steht für Galaxy und S-Max kein Getriebe mit Wandlerautomatik mehr zur Wahl. Ein deutliches Zeichen dafür, dass das Doppelkupplungsgetriebe der Wandler­automatik künftig immer stärker Konkurrenz machen wird. Kein Wunder, bringt es doch mindestens die gleiche, wenn nicht höhere Performance bei ähnlichem Schaltkomfort. Gleichzeitig ist der Wirkungsgrad aber deutlich höher. Die gute Verschränkung mit der Motorelektronik führt sogar oft dazu, dass das Modell mit Doppelkupplungsgetriebe kaum schlechtere, manchmal gleiche oder sogar bessere Verbrauchswerte und Fahrleistungen schafft, während eine Wandlerautomatik hier signifikante Nachteile aufweist. Im Gerangel um die Senkung der Flottenverbräuche ist das Doppelkupplungsgetriebe eine Trumpfkarte. Also: serienmäßig mit Turbo-Benziner, optional bei den stärkeren Dieseln.

Ford S-Max: Die Formensprache bleibt erhalten

Zum Design lässt sich ganz allgemein sagen: Jenes Formenkonzept, das mit kinetic design eingeschlagen wurde, wurde nun weiter nachgeschärft und tritt umso deutlicher hervor, je höher das Ausstattungsniveau liegt. So ist das LED-Tagfahrlicht bei den ­höheren Ausstattungsvarianten serienmäßig.

Da man in Größe und Qualitätsanmutung durchaus in der Premiumklasse anklopft, gilt es natürlich auch in Sachen Technologiespiel nicht hinten zu bleiben, Stichwort Assistenzsysteme. So bietet hier nunmehr auch Ford unter anderem erstmals einen Totwinkel-­Assistenten an (BLIS, offenbar noch aus Volvos Forschungskiste), den adaptiven Tempomat, eine Möglichkeit zur Vorwahl der Höchstgeschwindigkeit und einen schlüssel­losen Zugang. Da ist man jetzt nicht unbedingt Pionier – Renault hat hier mit dem Espace die Latte gelegt. Allerdings hatte Ford beim automatischen Einfüllstutzen ohne Tankdeckel eindeutig die Nase vorn. ­Sicherheit gegen Fehlbetankung ist hier serienmäßig.

Apropos Sicherheit: Die Karosserie wurde außen wie innen überarbeitet und an die neue Crashtest-Norm angepasst, so darf auch ein gutes Ergebnis bei der Fußgänger­sicherheit erwartet werden. Vans bieten durch ihre schräge Front beste Voraussetzungen, um hier sehr gut abzuschneiden, wenn der Aufprall eines Fußgängers schon bei der Entwicklung berücksichtigt wird.

Marktstart für S-Max und Galaxy ist in Österreich am 28. Mai 2010. Die Preisliste beginnt bei 30.700 Euro für den bil­ligsten S-Max. Das Top-Modell, der Galaxy ­Titanium 2,0 Eco­Boost mit Doppelkupplungs­getriebe, kostet 44.400 Euro. 

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