Ford C-Max dyn VoLi
 

Vorstellung: Ford Grand C-Max

Tausche Kinder gegen Auto: C-Max. Tausche Sport gegen Familie: Grand C-Max.

26.11.2010 Online Redaktion

Das Marketing ist ein Hund. Erfindet es doch permanent die Kundschaft neu. Das einst stabile Segment der Fami­lienautos ist in derart viele ­Nischen zersplittert, dass man gar nicht mehr weiß, wo man Kunden abschöpfen soll: SUV, Van, Crossover … hüben wie drüben wird gewildert. Ford passt sich diesem Trend an und lanciert neben dem C-Max auch gleich noch den Grand C-Max. Die jeweils ­passenden Kunden hat man auch schon er- und gefunden.

Das eine sind die „Empty Nests“, also Menschen über 50, deren Kinder aus dem Haus sind. Die sollen fortan den deutlich dynamischer gestalteten C-Max fahren. An die klassischen Eltern richtet sich der Grand C-Max. Also alle ab 35 Jahren mit Nachwuchs im Haus respektive Auto.

Das Prinzip lässt sich auf bekannte und bewährte Modelle übertragen. Der C-Max kann als Demokratisierung des S-Max verstanden werden, der Grand C-Max als Verkleinerung des Galaxy. Allerdings ohne vorsteuerabzugsberechtigt zu sein.

Mit den beiden Modellen weiht Ford auch gleich eine neue Plattform im C-Segment ein. Der C-Max ist das erste von insgesamt zehn Modellen, die ab 2012 auf dieser Basis gebaut werden sollen – dann werden jährlich zwei Millionen Autos für 120 Märkte gefertigt. Der C-Max ist also eine Nagelprobe für die Konzernzukunft. Die gute Nachricht vorab: Ford kann sich entspannt zurücklehnen. Der C-Max ist grundsolide verarbeitet und erlaubt sich keine Schwächen. Was auch an der Auswahl der Testfahrzeuge lag. Von den neun Motoren, die zum Marktstart (19. November) verfügbar sein werden, standen nur die stärksten Diesel und Benziner bereit. Für die gilt: Applaus.

Wenig erstaunlich ist, dass sich der C-Max deutlich sportlicher gibt. Das Fahrwerk des Grand C-Max bewegt 14 Zentimeter mehr Länge und Radstand und ist dementsprechend gemütlicher veranlagt. Aber so will es ja hoffentlich auch die angepeilte Kundschaft.

Die bekommt beim Langen zwei Schiebetüren hinten. Erst einmal drinnen, lässt sich der mittlere Fondsitz in den rechten falten, wodurch ein Durchgang zur optionalen dritten Sitzreihe frei wird. Das ist zwar nützlich, wenn man zu sechst reist. Braucht man einen ­großen ebenen Kofferraum, hat man an der Stelle des mittleren Rücksitzes aber nur ein Loch, das eher notdürftig mit einer Kofferraummatte zugedeckt wird. Vorsicht: nicht schwer belasten.

Auch beim Kurzen herrscht sitztechnischer Einfallsreichtum. Der mittlere Rücksitz lässt sich nach hinten klappen und die äußeren Polster dadurch schräg zurückschieben. Was ein enormes Plus an Kniefreiheit bringt.
Erstaunlich ist, dass der verlängerte Radstand dem Grand C-Max nur minimal mehr Kofferraum beschert. Messbar ja, spürbar nicht.

Auf der Aufpreisliste wird sich praktisch jede moderne Technik finden, die es überhaupt gibt. Von der Überwachung des toten Winkels bis zur selbstlenkenden Einparkhilfe. Rein finanziell wird man sich dann aber von den Empty Nests zu den Dinks bewegen.

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