Testbericht: Ford Focus 1,6 TDCi Econetic Traveller

Sparen, wo es leicht geht.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Econetic heißt bei Ford, was VW BlueMotion nennt. Gemeint ist in beiden Fällen, dass bei besagten Modellen mit verhältnismäßig einfachen technischen Kniffen der Durchschnittsverbrauch so weit gesenkt wird, wie es der Käufer zu bezahlen bereit ist. Für seinen Focus lobt Ford für 500 Euro plus einen CO2-Ausstoß von nur 115 Gramm aus, das sind vier Gramm weniger, als der gleiche 1,6-Liter-Duratorq-Diesel in der Nicht-Eco-Version emittiert. Weil die MVEG-Messmethoden aber recht wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben, schaut der Echtverbrauch dann doch ganz anders aus: Im besten Fall haben wir es statt der papierenen 4,3 auf 4,9 Liter gebracht, bei entsprechend hohem Autobahnanteil, allerdings streng nach StVO gefahren (was anderes kann man sich heute nimmer leisten), brachten wir es auf 5,4 Liter auf 100 Kilometer. Immerhin.

Von den Eingriffen, die Ford beim Eco-Focus gemacht hat, kriegt man beim Fahren wenig mit. Das um einen Zentimeter abgesenkte Fahrwerk speichert man zwar geistig gerne als normalerweise dem Sportprogramm zugehörig ein, kriegt emotional davon aber nichts mit. Auch dass ein leichtgängigeres Getriebeöl verwendet wird, fällt nicht groß auf. Die Eingriffe ins Motormanagement sind akademisch, alleine die 15-Zoll-Leichtlaufreifen, die mit einem höheren Druck gefahren werden, machen sich akustisch ein bisschen wichtig. Die veränderte Übersetzung des Fünfgang-Getriebes erfordert häufigeres Schalten, das bedeutet ein bisschen mehr Arbeit, ist aber nicht lästig.

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