Ford Fiesta 1,0 EcoBoost 125 PS Titanium front
Wie ein kleiner Brite schaut er aus, der geliftete Ford Fiesta.
 

Testbericht: Ford Fiesta 1,0 EcoBoost 125 PS Titanium

Nicht nur dem Kühlergrill haftet etwas Edles an. Die Überarbeitung des Fiesta ging überraschend weit in die Tiefe.

21.08.2013 Autorevue Magazin

Sollten Sie auf den Aston ­Martin Cygnet in Langversion gewartet haben, könnte der frisch geliftete Fiesta durchaus eine Alternative sein. Zumindest im Rückspiegel schauen sich die beiden erstaunlich ähnlich. Natürlich spielt es im Fiesta-Innenraum nicht die volle Aston-Schweinsleder­ness, trotzdem hat er im Inte­rieur deutlich an Wertigkeit gewonnen. Lieblos vorblitzende Blechteile im Kofferraum sind passé – auch ein einhängbarer Zwischenboden ist nun an Bord. Vorne zog optional das neue SYNC-Multi­media­system ein, das – mit Ausnahme eines Wunz-Bildschirmes – in Sachen Bedienbarkeit vorbildlich wirkt. Überhaupt: Die Feinheit, die Haptik der Materialien – da kommt niemals das Gefühl auf, nur in einem Kleinwagen zu sitzen.

Ford Fiesta 1,0 EcoBoost 125 PS Titanium kofferraum

Keine Sorge, ein Liter Hubraum ist genug

Dieses Gefühl ist zu einem großen Teil auch dem neuen EcoBoost-Motor geschuldet. Ein Dreizylinder mit 1,0 Liter Hubraum klingt am Papier ­wenig prickelnd, 125 PS und 170 Nm in der Realität hin­gegen sehr. Die Charakteristik entspricht quasi der eines ­Elektromotors, denn das maximale Drehmoment ist praktisch ab Verlassen der Leerlaufdrehzahl (1400 Umdrehungen) vorhanden. Aber auch hohe Dreh­zahlen nimmt der Kleine mit Bravour: Dreizylindertypische ­Vibrationen gibt es nicht – ­clever platzierte Gewichte an der Schwung­scheibe machen es möglich.

Gemeinsam mit der toll schaltbaren 5-Gang-Box und dem fordtypisch wieselflinken Fahrwerk kommt richtig Freude ins Gehäuse. Einziger Ausreißer: Die grundsätzlich präzise adaptive Servolenkung, die bei niedrigen Geschwindigkeiten ein bissl übertrieben unterstützt.

Ford Fiesta EcoBoost – Nützt das Downsizing?

In der Stadt gibt’s trotz Start/Stopp-System keine Wunder. Lässt man es überland ruhiger angehen, kommen die MVEG-Verbrauchswerte der Realität erstaunlich nahe. Obwohl noch Sparpotenzial vorhanden wäre: Bleibt die Frage an Ford, warum der Fiesta mit fünf Gängen auskommen muss – im Focus gibt’s beim gleichen Motor ein Sechsganggetriebe.

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