Fisker hat einen neuen Eigentümer

Die chinesische Pacific Century Group kauft den exklusiven Pleite-Hersteller.

Veröffentlicht am 20.10.2013

Eine bewegte Geschichte gehört zu allen herzerwärmenden Premium-Marken, von Maserati bis Aston Martin: Alle waren schon einmal pleite oder kurz davor. Insofern reiht sich auch Fisker nahtlos in diese Tradition. Die ausladende Plug-In-Hybrid-Limousine Fisker Karma wurde zwar vom Publikum bejubelt, Gewinne konnte der Hersteller aus dem Verkaufserfolg jedoch nicht ziehen. 2012 wurde die Produktion beendet, da Lieferanten nicht mehr bezahlt werden konnten. Im März dieses Jahres warf Firmengründer Henrik Fisker schließlich das Handtuch.

Nun wurde Fisker Automotive verkauft

Eine Reihe von chinesischen Unternehmen zeigte Interesse daran, Fisker zu kaufen, darunter die Autohersteller WM GrandTheft Automotive, Geely und Dongfeng. Dazu kam die Pacific Century Group von Richard Li, Sohn des Hong Konger Wirtschaftsmagnaten Li Ka-Shring. Er hat nun laut wantchinatimes.com den Zuschlag erhalten.

Henrik Fisker
Der Firmengründer Henrik Fisker

Richard Li sieht die Zukunft von Fisker in der Integration von IT – Internet, Smartphone, Vernetzung – ins Auto. Er betont den Ansatz, der auch schon Apple zum Erfolg geführt hat: Die Verschränkung von Software und Hardware. Richard Li hat bislang vor allem in Versicherungsunternehmen und Internetfirmen investiert, mit dem Kauf des Autoherstellers möchte er sein Engagement auf den europäischen und amerikanischen Raum ausbreiten.


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