Fiat Abarth Punto evo essesse
Der Abarth ist im Alltag meist unterfordert.
 

Testbericht: Fiat Punto evo

Spricht es “essesse”, mit Betonung auf dem zweiten und dritten “e”.

07.01.2012 Online Redaktion

. Der Abarth Punto Evo soll ein gran­dioses Auto sein. Auf der Autobahn wedelt der rote Zeiger flott zum 180er, sagt man. Die Straßenlage sei außerordentlich gut, die exakte Lenkung ebenso. Und Ampel-Drag-Races seien auch ziemlich leiwand, wegen des Turboladers. Wir haben das natürlich alles nicht probiert, weil: wo bitte?

Fiat Abarth Punto evo essesse

Da sind wir schon mitten in der Problematik. Mitten in ­einem Land mit Lulu-Hundertern auf der Autobahn und Radarboxen überall. Ein Land, wo die Polizisten angesichts der schönen, weißen Rallye-Felgen gleich den Zeigefinger heben – und nicht den Daumen. Und wo Hutfahrer die Hauptverkehrsadern verstopfen, ehe sie in Zeitlupe abbiegen. Vollfrust.

Man kann sich natürlich daran erfreuen, dass der Punto in seiner neuesten Edition ein wirklich gutes Auto geworden ist, mit guten Sitzen, feschem Cockpit und zwei erstklassigen Soundanlagen, eine nach innen und eine nach außen. Aber deswegen kauft man sich keinen Abarth.

Fiat Abarth Punto evo essesse

Man hat also keine Wahl, als sich auf die langwierige Suche nach den letzten Refugien der Fahrfreude zu machen. Wo man genüsslich den „Manettino Abarth“ auf Sport schieben kann und den Murl erst richtig zum Leben erweckt. Und das talentierte Fahrwerk. Und die verbindliche Lenkung. Wo der Punto für einen Moment Abarth sein darf, bis zur nächsten Ortstafel. Vermerkt sei an dieser Stelle, dass das Getriebe präziser und kurzwegiger sein dürfte. Die letzte italienische Schrulle, gewisser­maßen.

Der Sportmodus bleibt übrigens auch nach einem Neustart erhalten. Das ist nur konsequent, erinnert uns jedoch täglich aufs Neue daran, wie unterfordert dieses Ding im Alltag ist.

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