Fiat Panda Cross
Der Panda ist das was Fiat wirklich kann...
 

Wo sich der Panda Cross wirklich wohl fühlt

Vom Fiat Panda gibt’s jetzt eine Cross-Version. Allrad, mehr Bodenfreiheit, hochgesetzte Nebelscheinwerfer. Die Frage ist, wozu das alles? Wir haben versucht, es rauszufinden.

20.07.2014 radical mag

Es ist klar, wir mögen den neuen Panda von Fiat. Und seien wir ganz ehrlich, es ist das, was Fiat wirklich kann. Kleine, intelligente Autos bauen. Wenn heute ein Croma (ja, es soll noch überlebende Modelle dieses Typs geben) vor dir fährt fällt es dir nicht auf. Oder es ist dir egal. Oder du weißt eh nicht, was es ist. Fährt aber ein alter Panda 4×4 vor dir, denkst du meist: «wie kann man so ein Ding fahren». Man kann das sehr gut, wenn man nicht besonders anspruchsvoll ist. Dabei kann ein Panda 4×4 alles, was ein Kleinwagen können muss.

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Was ein Kleinwagen alles können muss

Klein sein, damit er überall reinpasst, sparsam sein, damit nicht Mitte des Monats bereits das Ende des Budgets erreicht ist. Und wenn er dann noch Offroad kann, umso besser. Aber eben, das gibt’s ja schon alles, auch beim aktuellen Panda. Und auch der hat uns damals bei der Fahrvorstellung und im Test gefallen. Nun kommen die Turiner (noch ist der Stammsitz nicht in Holland) mit dem Cross-Modell. Auch ein Panda, auch ein 4×4 – wozu also? Vielleicht, weil es tatsächlich Hardcore-Offroader gibt, die sich mit einem Panda wirklich ins Gelände wagen. Leute, welche die Bergabfahrhilfe und das spezielle Offroad-Fahrprogramm – beides nur im Cross erhältlich – wirklich brauchen.

_Fiat-Panda-Cross-stadtDie Mehrheit will ein anderes Auto

Es mag solche Kunden geben. Aber die Mehrzahl der Kunden werden andere Leute sein. Politisch korrekt SUV-Fahren könnte man das nennen. Dabei kann der Cross mehr als so manches SUV, zumindest abseits befestigter Wege. Ja, wir waren im Gelände mit dem gelben Bärchen. Aber wir waren nicht erstaunt, wie leistungsfähig der Panda dort ist. Aber wir waren sehr erfreut. Erfreut zumindest, wenn der 1300er-Diesel unter der Haube steckt. Denn mit der anderen Motorisierung, dem 0,9-Liter großen Twinair-Zweizylinder-Benziner, werden wir einfach nicht warm. Auch wenn er denn überhaupt in ein Auto passt, er seine Sache im leichten Panda noch am besten macht.

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Wo der Panda Cross hingehört

Klar, der Viersitzer ist nicht überaus schnell oder spurtstark. Wie auch bei maximal 90 PS. Aber es reicht in der Stadt alleweil, im Gelände brauchst du eh keine Leistung und auf der Autobahn – da gehört der Panda nicht hin. Klar kann man auch auf der Autobahn fahren, doch bei Tempo 130 auf den Autostrade in Italien bleiben dann doch sehr wenig Reserven – und viel Verbrauch. Also lieber auf den Hauptstraßen bleiben, ab und zu einen Abstecher in die Pampa und sich an der Vielseitigkeit erfreuen. Ein Vielseitigkeit, die sich Fiat natürlich bezahlen lässt. Satte 3.500 Euro beträgt der Aufpreis für den Panda Cross gegenüber der normalen 4×4-Variante. Ist nicht viel, aber so kommt das voll ausgestattete Topmodell auf 18.640 Euro (inkl. gesetzl. Abgaben) – und das ist dann schon viel.

_Fiat-Panda-Cross-frontFiat hat die Nische gefunden

Doch, hier nutzt Fiat seine Sonderstellung gnadenlos aus. In diesem Fahrzeugsegment ist der Allradantrieb nahezu ausgestorben. Während man früher von fast jedem japanischen Hersteller einen kleinen 4×4 bekam ist das Angebot heute sehr, sehr mager. Schlechte Kunde für alle, die im Winter einen 4×4 brauchen, um nach Hause zu kommen. Und das sind bei weitem nicht nur Bergler, auch im Emmental oder Zürcher Oberland gibt’s es durchaus Gebiete in denen Menschen wohnen, die ohne Allrad regelmäßig die Schneeketten aufziehen müssten. Der Panda Cross ist ein Kleinwagen, und wie eingangs erwähnt hat man bei Fiat nicht verlernt, Kleinwagen zu bauen. Also ist der Cross einfach: ein guter Kleinwagen. Und erst noch einer, der rechtzeitig zur Wintersaison (lieferbar ab 3. Quartal 2014) zu den Händlern kommt.

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