fiat 500 abarth 695 biposto vorne seite
© SANDRO CAMPARDO / EPA / picturedesk.com
 

Vorstellung: Fiat 500 Abarth 695 Biposto

Alle haben ihn gern, den fröhlichsten aller Kleinwagen. Selbst in den schärfsten aller scharfen Abarth essesse Varianten galt bisher: der tut nix, der will nur spielen.

06.03.2014 asphaltfrage

Doch damit ist jetzt Schluss. Denn nach all den Sondermodellen zu diversen Geburtstagen, Competizione-Versionen, 595ern, 695er, Maserati- und Ferrari-Varianten rollen die Italiener nun eine richtig humorlose Variante aus der Box.

fiat 500 abarth 695 biposto vorne front seite

© Sebastian Bauer

695 biposto.

Der Fall ist klar: Zwei Sitze, Rennschalen aus leichtem Carbon versteht sich. Dahinter räkelt sich ein Netz zur Ablage der Integralhelme zwischen dem Titangebälk des versteifenden Überrollbügels. Mehrpunktrenngurte, eh klar. Wie auch ein voll einstellbares Fahrwerk von Shox, mächtige Brembo-Zangeln, feine 18-Zoll OZ-Felgen und eine leichtgewichtige Auspuffanlage vom Spezialisten Akrapovic. Eine Motorhaube aus Aluminium zählt ebenfalls zur Diät, wie auch ein Spoilerkit aus Kohlefaser. Dazu fehlt jedweder Komfort: Keine Klimaautomatik, kein Radio, keine Xenon-Lampen, nix. Stattdessen Kunststoffscheiben mit winzigem Schiebeschlitz.

997 kg Leergewicht notiert der Datenkasten. Erfreulich, zumal der 1.4 Liter-Turbomotor ebenfalls ein wenig gekitzelt wurde. 190 PS und 300 Nm stehen zur Verfügung und reichen für eine Beschleunigung von 5.9 Sekunden auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit um 230 km/h.

Dafür muss man es jedoch wirklich können. Also das mit dem Fahren. Denn im Gegensatz zu den bisherigen Sondermodellen, die mehr teures Accessoire mit automatisiertem Getriebe denn ernstzunehmendes Sportgerät waren, ging Abarth beim biposto in die Vollen.

© SANDRO CAMPARDO / EPA / picturedesk.com

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Mit einem unsynchronisierten Klauengetriebe.

Der filigrane Aluhebel ragt hoch in den Innenraum auf und wartet nur darauf mit harter Hand gerissen zu werden. In H-Schema zwar und auch mit weiterhin schrägverzahnten Getrieberädern, aber eben mit „dog-ring“-Klauen statt herkömmlicher Synchronisierung. Wer den Dreh raushat, der kann ohne zu kuppeln und ohne das Gaspedal auch nur im Geringsten zu lupfen den nächsten Gang reinpeitschen. Damit die beim Schalten gewonnene Zeit nicht in Rauch aufgeht hat man gleich auch noch eine Lamellensperre an der Vorderachse spendiert – denn der 695 Biposto will nicht spielen, er will gewinnen.

Preise hat es leider noch keine, eine Limitierung aber auch nicht.

Das Klauengetriebe wird hier nochmal genauer behandelt.

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