Ferrari SF90 Stradale: Plug-In-Hybrid mit 1.000 PS

Neben dem stärksten V8 der Ferrari-Geschichte werken im neuen Hypercar noch drei Elektromotoren für eine Gesamtleistung von 1.000 PS. Damit sprintet der Ferrari SF 90 Stradale in 2,5 Sekunden auf 100 km/h.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 30.05.2019

Mit dem SF90 Stradale bringt Ferrari nicht nur seinen ersten Plug-in-Hybrid und seinen ersten Sportwagen mit Allradantrieb, sondern gleichzeitig auch das leistungsstärkste Auto seiner Geschichte. Mit 730 kW/1.000 PS, einem Leistungsgewicht von 1,57 kg/PS und einem Anpressdruck von 390 kg bei 250 km/h soll der Ferrari SF90 Stradale neue Maßstäbe setzen – und wird es wohl auch tun.

Stärkster Ferrari-V8 und drei Elektromotoren

Zuerst zur zentralen Zahl: 1.000 PS, ja, richtig gelesen. Für 780 davon zeichnet ein V8-Turbo verantwortlich, der die höchste Leistung aller Achtzylinder in der Ferrari-Geschichte liefert. Die verbleibenden 220 PS kommen aus drei Elektromotoren, von denen sich zwei an der Vorderachse befinden. Einer – die aus der Formel 1 bekannte MGUK (Motor Generator Unit, Kinetic) – sitzt zwischen Motor und dem neuen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an der Hinterachse.

Vier Antriebsmodi im Ferrari SF90 Stradale

Um das Zusammenspiel dieser treibenden Kräfte situationsgerecht nutzen zu können, stehen dem Fahrer im Ferrari SF90 Stradale vier Antriebsmodi zur Verfügung: „eDrive“ ermöglicht das rein elektrische Vorwärtskommen auf einer Strecke von bis zu 25 Kilometern – „ideal für alle Situationen, in denen der Fahrer den V8-Sound eliminieren möchte“, heißt es in der Presseaussendung. Damit ist der SF90 Stradale auch der erste Ferrari, der – zumindest phasenweise – auch rein elektrisch fährt. Im standardmäßig aktivierten „Hybrid“-Modus entscheidet das System automatisch, ob der Verbrennungsmotor zu- oder abgeschaltet wird. Im „Performance“-Modus läuft der V8 immer mit. „Qualify“ ermöglicht die maximale Leistung.

In 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h

Apropos maximale Leistung: Mit der Wahnsinns-Power aus den drei Elektromotoren und dem V8 sowie Allradantrieb sprintet der Ferrari SF90Stradale in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, für die Beschleunigung von 0 auf 200 km/h benötigt der Plug-In-Hybrid gerade einmal 6,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des neuen Hyper-Hybriden wird mit 340 km/h angegeben.

Gewichtsoptimierung mit “absoluter Detailversessenheit”

Mit einem Trockengewicht von 1.570 Kilogramm ist der Ferrari SF90 Stradale um 200 Kilogramm schwerer als der LaFerrari. „Die Einführung dieser Hybridarchitektur war auch wegen des zusätzlichen Gewichts eine Herausforderung, die nur durch absolute Detailversessenheit und eine Optimierung des gesamten Fahrzeugs gelöst werden konnte“, schreibt Ferrari. „Für maximale Performance hinsichtlich Gesamtgewicht, Steifigkeit und Schwerpunkt wurden Fahrwerk und Karosserie des SF90 Stradale völlig neu und unter Einsatz von Multimaterial-Technologien, zum Beispiel Carbonfaser, gestaltet.“

Sportlicher geht immer

Wem der „Standard“-Ferrari SF90 Stradale zu wenig sportlich ist, der kann sich auch für die Spezifikation Assetto Fiorano entscheiden. Diese beinhaltet beispielsweise spezielle Multimatic-Stoßdämpfer aus dem GT-Rennsport und extra leichte Ausstattungsmerkmale aus Hochleistungswerkstoffen wie Karbonfaser (Türverkleidungen, Unterboden) und Titan (Federn, gesamte Auspuffanlage), was eine Gewichtseinsparung von 30 Kilogramm zur Folge hat. Ein weiterer Unterschied ist der Karbonfaser-Heckspoiler, der die bereits eingangs erwähnten 390 kg Anpressdruck bei 250 km/h erzeugt.

Ferrari SF90 Stradale: Preis noch nicht bekannt

Der Name des SF90 Stradale ist übrigens eine Reminiszenz an das 90. Jubiläum der Scuderia Ferrari. Was das Hypercar kosten soll, hat Ferrari noch nicht bekannt gegeben.


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