Ferrari California F149 Maranello Test Fahrbericht
Ein Ferrari als Alltagsauto.
 

Vorstellung: Ferrari California

Gut ein Viertel der California-Kunden fährt ihn täglich – Heizer ab jetzt mit Handling-Speciale-Package.

02.06.2012 Autorevue Magazin

Der California ist so was wie das Wunderkind in der Ferrari-Palette: 70% aller Kunden kommen neu zur Marke – über diesen Erfolg ist man sogar in Maranello überrascht. Dabei hat man damals nur ­einem Kundenwunsch gehorcht: Etwas weniger Aggressives sollte es sein, ein daily driver, und bitteschön auch ­etwas Kofferraum haben.

Nach gut drei Jahren auf dem Markt bekommt er ein kleineres Facelift – einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess kennt man auch bei Ferrari. Da die Italiener permanent an neuen Aluminiumlegierungen tüfteln, bekam der California einen neuen Frontrahmen, der 30 Kilo weniger wiegt als der alte. Überhaupt war ein klares Statement pro Aluminium zu vernehmen: Der neue F12 beispielsweise besitzt ein Alu-Monocoque aus mehr als 10 Legierungen, verschiedenste Verbindungs­arten ermöglichen maximale Steifigkeit bei geringem Gewicht. Karbon sei zwar nach wie vor ein Thema, aber nur für Kleinserien, denn das sei nach einem Unfall nur zu tauschen und nicht zu reparieren. Mit fahrbereiten 1735 Kilo ist der Ferrari California jetzt nicht gerade superleicht, dafür mit einer bemerkenswerten Verwindungssteifigkeit gesegnet.

Diverse Straßen rund um Maranello, die als Musterbeispiel für schlechtes Asphalt-Flickwerk durchgehen könnten, bringen den California nicht zum Zittern. Alles wird sauber vom Fahrwerk weg­gearbeitet, nicht einmal das leiseste Knarzen ist im Innenraum zu vernehmen – nicht selbstverständlich in einem Cabrio.

Ferrari California F149 Maranello Test Fahrbericht

Und natürlich verleitet der Ferrari California zum Gasgeben: Es wäre nicht Ferrari, hätten sie nicht beim Lifting ein paar PS gefunden: Spezielle Klappen im Motorblock reduzieren Pumpverluste, neue Fächerkrümmer und Kolben steigern die Leistung, eine neue Motorsteuerung kümmert sich um effizienten Spritkonsum – eine Start/Stopp-Automatik gibt es auch optional, was in einem Ferrari schon ein bissl lachhaft anmutet. Fazit: Plus 30 PS, plus 20 Nm.

Neu: Das Handling-Speciale-Package, das mit einer spitzer übersetzten Lenkung, anderen Fahrwerkslagern und steiferen Federkennlinien das Handling deutlich knackiger macht. Kostet 5.040 Euro exklusive und ist durch silber gefärbte Kühler- und Seitengrills erkennbar.

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