Der kurios-grandiose Ferrari 512S Modulo fing in Monaco Feuer

Jim Glickenhaus brachte den Ferrari 512S Modulo zurück auf die Straße. In Monaco fing das retrofuturistische Concept Car aus dem Jahr 1970 jetzt Feuer.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 02.07.2019

Am Genfer Autosalon 1970 überraschte Ferrari mit einer Designstudie, die auch heute noch futuristisch anmutet. Der vom damaligen Pininfarina-Chefdesigner Paolo Martin entworfene Ferrari 512S Modulo war – und ist – mit seiner flachen Karosserie und Details wie den 24 Gucklöchern über dem V12-Mittelmotor ein Einzelstück, das Seinesgleichen sucht. Nach Jahren am Abstellgleis bei Pininfarina hat der 512S Modulo im Jahr 2014 ein neues Zuhause beim US-amerikanischen Auto-Enthusiasten Jim Glickenhaus gefunden, der sich das einzig Richtige vorgenommen hat: Das kuriose Konzeptfahrzeug auf die Straße zu bringen. 2019 hatte der Modulo einige öffentliche Auftritte, ein Gastspiel in Monaco endete aber nur wenig erfreulich für Glickenhaus und seinen fahrbaren Blickfänger: Beim Elégance et Automobile à Monte-Carlo-Event fing der wiederbelebte Wagen plötzlich Feuer. Glickenhaus postete ein Foto des zumindest deutlich angesengten Ferraris auf Twitter:

Die Brandursache sei ein von einem externen Unternehmen entworfener Schalldämpfer gewesen, schreibt Glickenhaus. Mit dieser Firma arbeite er nun – verständlicherweise – nicht mehr zusammen. Der Modulo habe bei dem Brand keine ernsthaften Schäden erlitten: “Könnte schlimmer sein.”

Die Fahrtüchtigkeit des Modulo wurde jedenfalls nicht beeinträchtigt. Nach dem Feuer setzte das Einzelstück seine Fahrt durch die malerische monegassische Kulisse fort.

Seine erste Testfahrt auf einer öffentlichen Straße nach der Wiederauferstehung powered by Glickenhaus unternahm der Ferrari 512S Modulo im August 2018. Schon damals konnte man die Abenteuer des historischen Einzelstücks via Twitter verfolgen.

“Hier wird Geschichte gemacht”, kommentierte Glickenhaus sein Video enthusiastisch. Und damit könnte er Recht haben: Immerhin hat der einzige Modulo, der jemals auf Basis des Rennwagens 512S gebaut wurde, in seiner 48-jährigen Existenz noch nie eine Straße befahren. Dafür war das Konzeptfahrzeug auch nicht ausgelegt, auch wenn es schon damals gefahren und – entgegen hartnäckiger Gerüchte – auch gelenkt werden konnte. Die propagierte Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h existierte aber nur auf dem Papier.

Video: Der Ferrari 512 S Modulo beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2019


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