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Elektroband: Das Herz eines E-Motors

In modernen Elektroautos spielt Elektroband eine große Rolle: Für den Bau eines Antriebsmotors werden bis zu 100 Kilogramm dieser dünnen Stahlbleche benötigt. Wie effizient der Antrieb eines E- oder auch Hybrid-Fahrzeugs ist, hängt also maßgeblich auch von der Qualität des eingesetzten Elektrobands ab – Grund genug, sich mit diesem wichtigen Funktionswerkstoff ein wenig genauer auseinander zu setzen.

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Veröffentlicht am 10.06.2019

Im Zuge der fortschreitenden Elektrifizierung des Automobilmarktes rechnen Branchenkenner mit einer Verfünffachung des Bedarfs an Elektroband in den kommenden fünf Jahren, bis 2040 soll sogar das 20-fache des heutigen Bedarfs an Elektroband benötigt werden, wie die Studie „Die Rolle von Stahl in der Elektromobilität“ vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag von voestalpine (HRI-Studie) feststellt

Neben den Antriebsmotoren kommt Elektroband auch in weiteren Komponenten im Auto zum Einsatz, beispielsweise in Zentralverriegelung, Fensterheber, Scheibenwischer, Stabilitätsprogramm, Kühlergebläse, Tachometer, Außenspiegel, Sitzverstellung oder Lichtmaschine.

Mit der voestalpine zählt in diesem stark wachsenden Sektor ein österreichisches Unternehmen zu den Spitzenanbietern: Das hocheffektive Elektroband isovac® überzeugt dank eines exzellenten Eigenschaftsprofils, hervorragender Stanzbarkeit und des sorgsamen Umgangs mit natürlichen Ressourcen weltweit.

(c) Grafik: voestalpine AG

Elektroband als Basis

Aber was ist Elektroband eigentlich? Es handelt sich um flach gewalzten Stahl, der zu lamellierten Elektrobandpaketen gestapelt wird. Durch seine besonderen physikalischen Eigenschaften ist der weichmagnetische Werkstoff in der Lage, Magnetfelder zur verstärken. Zudem reduziert der hohe spezifische elektrische Widerstand von Elektroband den Wärmeverlust, der mit dem ständigen Wechsel der Polarität des Magnetfeldes zwischen Stator und Rotor eines Elektromotors einhergeht. In der Elektromobilität spielt das eine besonders große Rolle, da die Polarität des Antriebsmotors eines E-Autos mindestens 400 Mal pro Sekunden wechselt. Zum Vergleich: In einem herkömmlichen Haushaltsstaubsauger geschieht das nur 50 Mal pro Sekunde.

Mit der jahrelangen Expertise hat voestalpine ihr Elektroband (isovac®) mit besten Eigenschaften für die Elektromobilität ausgestattet, denn es ist hochpermeabel, hervorragend stanzbar und weist geringste Ummagnetisierungsverluste auf.

Elektrobandpakete für effiziente Motoren

Für den Einsatz in Elektromotoren muss Elektroband aber erst zu Paketen gestapelt werden. Mit inline-geklebten Elektrobandpaketen namens compacore® hat die voestalpine eine Innovation entwickelt, die die Effizienz von Elektromotoren deutlich verbessert: Mit einer speziellen Backlackbeschichtung versehenes Elektroband wird in einem neu entwickelten, werkzeugintegrierten Verarbeitungsprozess zu Elektrobandpaketen verklebt, wodurch deren elektromagnetische Eigenschaften gegenüber anderen Fügeverfahren deutlich verbessert werden.

Da die Technologie geklebter Rotor- und Statorpakete auf Schweißpunkte oder Klammern zur Verbindung verzichtet, bleibt die Isolationsschicht zwischen den Lamellen unbeschädigt. So können mit compacore® effiziente E-Motoren mit höherer Reichweite, garantierten, überprüfbaren Eigenschaften, akustischer Verbesserung und optimiertem Thermomanagement konstruiert werden – ein bedeutender Schritt auf dem Weg in die Zukunft der Mobilität.


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