Zeitmaschinen 1949 Saab 92 Kurt Pinter Exterieur Front
 

Der Erste

Herkunft: Flugzeugbau. Folgen: ein cw-Wert wie der Ferrari F40.

11.08.2010 Autorevue Magazin

Es ist traurig, aber mathematisch garnicht anders möglich und daher endgültig, dass es in der Redaktion der Autorevue keine direkte persönliche Beziehung zum Saab 92 gibt. Als die ­Zeitschrift gegründet wurde, war der 92 bereits ein ungefragter Youngtimer, seit zehn Jahren aus der Produktion. Ein ­Redakteur, der im letzten Produktionsjahr des Autos, 1956, gerade den Führerschein gemacht hätte, wäre jetzt 71. Unser derzeit ältester Mitarbeiter liegt einiges darunter, und es ist auch niemand da, der für eine andere Zeitung einen Fahrbericht des Saab 92 geschrieben hätte und sich noch etwa an die ausgezeichnete Rundumsicht erinnern könnte.

Dazu kommt, dass der Saab 92 an der Grenze zum Aussterben gerade noch ­abgebogen ist und nur mehr in ein paar Exemplaren am Leben erhalten wird. In Österreich gibt es nicht ein einziges, seit unser Fotoauto im April nach Mainz verkauft wurde. Gleichzeitig kam ein 92 aus Bochum nach Dänemark, es ist fast wie mit der Klimaverschiebung und den Wüsten: Eine Autospezies dringt langsam nach Norden vor. Bei einem großen Saab-Treffen vor einiger Zeit tauchten drei 92 auf, zwei davon gehörten dem Saab-Museum in Trollhättan. Man sieht: Die Quellenlage ist ­bedenklich.

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