Crashtest 2017: Ford Mustang mit nur 2 Sternen

2 von 5 möglichen Sternen lautet das Ergebnis beim ÖAMTC-Crashtest 2017 für den Ford Mustang. Ein ernüchterndes Resultat, aber woran lag es?

Veröffentlicht am 01.03.2017

In einer Auflistung von Audi Q5, Land Rover Discovery, Toyota C-HR, Volvo V90, Citroen C3, Fiat 500, Ford Ka+ sowie Mustang, darf letzterer nahezu als Exot bezeichnet werden. Eines haben die eben angeführten Modelle aber gemeinsam, allesamt wurden einem ÖAMTC-Crashtest unterzogen. Und dabei gab’s für unseren König der Herzen (der jedoch ein Cabrio war) nur 2 von 5 möglichen Sternen.

5 und 4 Sterne

Q5, Discovery, C-HR und V90 hingegen erhielten 5 Sterne, „diese Autos waren in allen Kriterien gut bis sehr gut und haben lediglich in Detailbereichen Verbesserungsbedarf”, so Max Lang (ÖAMTC-Cheftechniker). Gleich dahinter befindet sich dann mit 4 Sternen der C3, der bei der Fußgängersicherheit nicht überzeugen konnte.

3 Sterne

Immerhin noch 3 Sterne sicherten sich Fiat 500 und Ford Ka+, die aber in einigen Bereichen deutliche Schwächen aufweisen. “Beiden gemeinsam ist die mangelhafte Ausstattung mit Fahrerassistenten. Das kommt im Kleinwagensegment leider immer wieder vor”, so Lang. “Auch um die Fußgängersicherheit ist es bei beiden Autos schlecht bestellt – so können u.a. die harten A-Säulen bei einem Zusammenstoß zu schwersten Verletzungen bei Fußgängern führen.”

Ford Mustang mit nur 2 Sternen

Ein gänzlich schlechtes Zeugnis wurde dem Ford Mustang ausgestellt. Nach seinem Europa-Comeback hat der Hengst nun keinen Grund zur Freude. Magere 2 Sterne stehen nach Abschluss der Crashtests in der Gesamtwertung, eine Wertung, die eher Seltenheitswert hat. Lang dazu: “Am Mustang gibt es mit der Kindersicherheit und der Ausstattung mit Fahrerassistenten zwei große Schwachpunkte. Aber auch Fußgängerschutz und Erwachsenensicherheit könnten besser sein.”

Mängel bei Kindersicherheit

Dass der Ford Mustang nicht als Familienfahrzeug geeignet ist, zeigt sich bei der Kindersicherheit. “32 Prozent in diesem Kriterium sind ein ungewöhnlich niedriger Wert. Für Kinder kann u. a. die Gurtführung zum Problem werden”, so der Experte. Noch dazu besteht bei einem Seitenaufprall die Gefahr von Kopfverletzungen durch einen Aufprall an der C-Säule. Und: Der Beifahrer-Airbag kann zwar deaktiviert werden, um vorne einen Kindersitz einzubauen, jedoch erhält der Fahrer keine ausreichende Information, ob der Airbag tatsächlich aktiv oder inaktiv ist.

Fehlende Fahrerassistenzsysteme

Fahrerassistenzsysteme sind im Mustang praktisch nicht vorhanden, sieht man von den Seatbelt-Remindern auf den Vordersitzen ab. “So rudimentär ausgestattete Autos gibt es heute selten”, so Lang. Allerdings soll sich das nach Herstellerangaben noch 2017 ändern. Ein überarbeitetes Modell, das mit weiteren Assistenzsystemen (z. B. Fußgängererkennung, Notbrems- und Spurhalteassistent) ausgestattet sein wird, soll auf den Markt kommen. Ein Termin ist noch nicht bekannt.

Video: Alle Crashtests

Audi Q5

Citroen C3

Fiat 500

Ford Ka+

Land Rover Discovery

Toyota C-HR

Volvo S90 und V90


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