Citroën DS4 dyn hili
Zweiter Streich der DS-Linie.
 

Vorstellung: Citroën DS4

Citroën erweitert sein Portfolio um ein – ja was denn eigentlich?

15.06.2011 Autorevue Magazin

Crossover heißt die Antwort, wenn sich mehrere Stilrichtungen zu einer neuen vermengen. Im Falle des DS4 sieht das laut Citroën folgendermaßen aus: Die Basis bildet ein braver Kompakter mit den Annehmlichkeiten seiner fünf Türen, angereichert um einige Coupé-Merkmale wie der abfallenden Dachlinie und den versteckten hinteren Türen. Dazu noch eine Prise SUV, was sich hier durch das mächtige Räderwerk samt zugehörigen Radkästen bemerkbar macht und auch in der beliebten, leicht erhöhten Sitzposition resultiert.

Ein durchaus gelungener Mix, der sich wohltuend aus der Masse abhebt. Gut, verglichen mit dem völlig eigenständigen DS3 sieht man hier noch hie und da die Propor­tionen des C4 durchblitzen (Motorhaube, Scheinwerfer), und ­einige werden sich an der Vielzahl der Sicken und Kanten stoßen – Charakter hat er allemal. Der Erfolg der DS-Linie gibt Citroën eben Recht: Seit seiner Einführung wurden ­bereits 90.000 DS3 verkauft, knapp zwei Drittel davon brachten Neukunden zur Marke. Jetzt soll noch einer ­sagen, dass kaum jemand individuelle Wünsche hat.

Feine Ware gibt’s auch im Innenraum. Die serienmäßig verwendeten Materialien ge­hören mit ihrer Soft-Touch-Haptik schon zu den besseren, wirklich edel wird es aber erst, wenn man das Leder-Vollpaket ordert: Dann sind die Sitze und der komplette Armaturenträger mit dem Material eingefasst. Mit den sauber ausgeführten, farblich abgesetzten Steppnähten kommt richtiges Oberklasse-Feeling auf.

Überhaupt geht’s vorne ­luftig zu, was unter anderem der Panoramawindschutzscheibe zu verdanken ist. ­Französische Schrullen in der Bedienung sucht man vergebens, nur die vielen Knöpfe am Lenkrad sind geblieben. Lediglich hinten kommt man sich etwas eingeengt vor. Die hinteren Türausschnitte sind durch die optische Verschiebung Richtung SUV (erraten: die großen Radhäuser) wahrlich winzig geraten – hat man sie erst überwunden, bekommt man Höhlenfeeling geboten. Raummäßig durchaus okay, lichttechnisch durch die aufsteigende Fensterlinie finster.

Wie er sich fährt? Knochentrocken. Die Lenkung ist präzise, das Fahrwerk knackig und für jede freudige Kurvenhatz gerüstet – also ­genau das Gegenteil dessen, was man sich von SUV-Optik und einem Citroën per se erwartet.

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