Testbericht: Citroën C5 3,0 V6 HDi Exclusive Aut.

Ein (fast) neuer Motor, viele Möglichkeiten.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Im Alltag reicht dem Citroën C5 mit dem neu erstarkten V6-HDi praktisch sein Ruhepuls, bei der Automatikversion könnte der linke Fuß auch unter dem Gaspedal abgestellt werden, ohne Quetschungen zu erleiden oder irgendwo zu fehlen. Mit der jüngsten Überarbeitung (3,0 statt 2,7 l Hubraum, sequenzieller Biturbo) ist der V6-HDi eigentlich in einer anderen Klasse daheim (stimmt, man findet ihn auch im Jaguar XF). In der Mittelklasse wirkt er, als stellte man Andreas Ivanschitz in die Regionalliga Ost: Geschmeidiges Strömen ohne jede Anstrengung, Absurfen aller Drehzahlbereiche in Stille, und wenn man das Gaspedal durchtritt, werden 100 km/h in 7,9 Sekunden exekutiert, allerdings ohne Brutalität.

Es gibt den V6-HDi ausschließlich mit Sechsgang-Automatik und hydropneumatischer Federung, alles andere wäre ein Missverständnis – sanft gleitend mit hohen Reserven, aber selbstversteifend bei forschem Kurvenwetzen. Man darf den starken C5 HDi also fahren wie ein Gentleman, wie es seinem Naturell entspricht, oder fast wie die Sau, falls man dazu neigt. Dann wird man allerdings merken, dass Wandler und Wagengewicht die 241 PS ein wenig relativieren. Auf jeden Fall darf man die Üppigkeit der Topausstattung Exclusive verkosten. Die 40.050 Euro Kaufpreis mit Ledersitzen um 1.307 Euro aufzupolstern ist dann nur mehr ein logischer Schritt – auch wenn der nach dem Abstellen des Motors elektrisch zurückfahrende Fahrersitz davon auszugehen scheint, dass Menschen mit großen Motoren auch ebensolche Bäuche aus dem Auto zu wuchten haben.

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