Testbericht: Citroën C1 1,0 Desire SensoDrive

Abwarten und schalten lassen.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Dass man sich SensoDrive versehentlich bestellt, ist ausgeschlossen: 631 Euro Aufpreis sind zwar moderat, machen bei einem 11.000-Euro-Auto aber einen ordentlichen Batzen des Kaufpreises aus. Wie übrigens die Aufpreispolitik des Citroën C1 gesamt bestätigt: ESP und Kopfairbags wollen extra bezahlt werden (650 Euro, also eher zwingend), selbst Radio kostet extra, um den Tausender sind dann aber auch Klimaanlage und Drehzahlmesser dabei.

Auf letzteren können SensoDrive-Fahrer allerdings locker verzichten, weil die Steuerung des automatisierten Fünfgang-Getriebes schaut eh nicht am Armaturenbrett nach, wann sie schalten soll, sondern beauftragt Sensoren. An den Schaltzeitpunkten gibt’s auch nix zu nörgeln, am Schalttempo schon, so man zu den eiligen Fahrern zählt. Zwar wäre man selbst nur um Haaresbreite schneller (unser C1 braucht nur 0,3 Sekunden mehr für den Sprint auf 100 als der Handschalter), aber man hat was zu tun, und beim Wastun vergeht die Zeit gemeinhin flinker. Dass SensoDrive beim Bremsen manchmal etwas zu lange braucht, bis es Schub wegnimmt, ist aber ebenso lästig wie die Neigung, beim Wegbeschleunigen aus dem Rollen nochmals zurückzuschalten.

SensoDrive gibt’s nur mit dem 1,0-l-Dreizylinder-Benziner zu 68 PS, der gut zum C1 passt. Die Agilität ist völlig ausreichend für ein Auto, das man eher in die Stadt lenkt als übers weite Land, nur im Leerlauf wird der Motor ein wenig rau. Vorne wie hinten gibt’s ausreichend Platz, und wer einen echten Kofferraum mag, muss die Rücksitzlehnen (beim Desire 1:1 geteilt) umklappen.

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