Von Veyrons und U-Booten

Wie wirklich reiche Menschen Autos kaufen. Ein Abend neben der Welt der Superreichen zwischen Bugatti Veyron und KTM X-Bow.

Veröffentlicht am 22.10.2013

Da ist sie wieder. Die Welt der Superreichen. Wo Dinge von selbst laufen und Wünsche erfüllt werden. „Oben, das wissen auch die Vögel, fliegt es sich einfach viel entspannter.“

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Bugatti Veyron.

Neben mir am Tisch sitzt ein Herr, der sich Kraft seines Jobs sehr gut mit dem Bugatti-Handel in Wien auskennt. Er meinte, es sei ein gutes Jahr für die Marke in Österreich gewesen. Auch und vor allem wegen eines einzigen Kunden. Der tauchte im Showroom auf und hatte nur ein einziges Problem: er könne sich nicht entscheiden zwischen dem Bugatti Veyron als Coupé und dem als Roadster.

Eine Probefahrt muss unternommen werden. Und tatsächlich, die Entscheidung fällt ihm leicht. Er nimmt beide. Und für diesen Händler ist das Jahr gerettet. Aber noch lange nicht vorbei.

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Hier zu sehen: exklusive und windige Garage.

Denn nur wenige Tage später ruft KTM bei ihm an. Gerade sei ein Kunde hier gewesen, der sich unter Vorbehalt einen X-Bow gekauft hätte. Bedingung sei, dass der X-Bow in der gleichen Farbe lackiert werde, wie die beiden Bugatti Veyron, die er sich gerade gekauft habe.

Das Problem: der Farbcode des Veyron ist in etwa so geheim, wie die U-Boot-Baupläne der russischen Admiralität.  Zumindest für Nicht-Kunden. Wer gerade 4,5 Millionen Euro für zwei Autos gezahlt hat, bekommt alles. Auch U-Boot-Baupläne. Innerhalb von Minuten rief das Bugatti-Headquarter in Graz an, gab den Farbcode durch und alsbald dürfte ein echtes X-Bow-Einzelstück vom Band laufen.

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KTM X-Bow jetzt mit Scheibe und Dach auch alltagstauglich.

Das war sie, die Welt der Superreichen. Direkt neben mir am Tisch. Aber ganz ehrlich: Ich hätte mir meine Veyrons in der Farbe des X-Bow lackieren lassen. Aus Prinzip.

Rainald Grebe – Oben:


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